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Nach Superspreader-Ereignis in Lahr

Weniger neue Corona-Infektionen in der Ortenau – aber das hohe Niveau bleibt

Leichte Entspannung im Ortenaukreis: Nach dem Superspreader-Ereignis in Lahr sinken die Zahlen der Corona-Neuinfektionen wieder etwas, bleiben aber auf einem bedenklichen Niveau.

Hochzeit als Superspreader-Event: 70 Neuinfektionen im Kreis stammen von einer einzigen Familienfeier in Lahr. Das hatte die Corona-Fallzahlen rasant steigen lassen. Foto: Patrick Pleul / dpa

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Ortenaukreis geht wieder etwas zurück – bleibt aber auf einem bedenklichen Niveau. Von Dienstag auf Mittwoch vermeldet das Offenburger Gesundheitsamt 22 neue Fälle aus Offenburg (6), Ohlsbach (2), Gengenbach, Hohberg, Sasbach (2), Ettenheim, Friesenheim, Lahr (3), Oberkirch, Achern, Neuried (2) und Kehl.

127 Menschen sind seit Beginn der Pandemie in der Ortenau gestorben

127 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 im Ortenaukreis seit Beginn der Pandemie gestorben, der Altersdurchschnitt liegt dabei bei 82 Jahren. Der jüngste Verstorbene war 37 Jahre und der älteste 98 Jahre. Von den Todesfällen waren 64 Prozent der Personen 80 Jahre und älter und 31 Prozent zwischen 60 und 79 Jahren. Bezogen auf die gemeldeten Todesfälle pro 100.000 Einwohner liegt der Ortenaukreis an zehnter Stelle in Baden-Württemberg, in absoluten Zahlen landesweit an der Spitze.

„Wir können jetzt eindeutig sagen, dass die Ballung der Fälle hauptsächlich von der Hochzeit in Lahr kam“, so Landrat Frank Scherer bereits am Dienstag. Insgesamt rechnet der Kreis 70 Neuinfektionen diesem einzigen Superspreader-Ereignis zu. Mittlerweile sei deutlich geworden, dass die privaten Veranstaltungen die Ursache der Entwicklung sind, die den Kreis knapp an die so genannte Sieben-Tages-Inzidenz von 50 herangeführt hatten, bei der weitere Maßnahmen erforderlich gewesen wären.

Derzeit sinkt dieser Wert, errechnet aus der Zahl der Neuinfektionen an sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, wieder. Am Dienstag lag er bei 36,8 und damit noch immer über dem ersten vom Land vorgegebenen Warnwert von 35. Positiv sei, dass es im Kreis derzeit kein diffuses Infektionsgeschehen gebe, das eine Eindämmung der Infektionen noch schwieriger mache. Jetzt, so Scherer, hoffe er, dass bei privaten Feiern auch die Regeln eingehalten würden – „dann können wir auch weiter feiern“.

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