Skip to main content

Cannabis-Plantage ausgehoben

Zoll sucht in Willstätt nach Schwarzarbeit und findet Drogen

Wie heißt es doch so schön? Kommissar Zufall? Der spielte bei einem Einsatz des Hauptzollamts Lörrach mit hinein. Die Beamten der Finanzkontrolle waren in Willstätt in Sachen Schwarzarbeit unterwegs. Neben den vermuteten Unterlagen trafen sie aber noch auf etwas viel Spektakuläreres.

Drogen-Plantage: Auf dem Dachboden der durchsuchten Wohnung fanden die Zollbeamten zwei Aufzuchtstationen mit Zelten samt Abluftsystemen, Ventilatoren, Beleuchtungen, Platinen mit Elektronik sowie mehrere Pflanzenkübel mit Hanfpflanzen. Foto: Hauptzollamt Lörrach

Bei der Wohnungsdurchsuchung eines Mannes in Willstätt im nordwestlichen Ortenaukreis haben Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach am Standort Offenburg am Donnerstag zufällig 250 Gramm Marihuana sowie eine professionelle Indooranlage zur Aufzucht von Cannabispflanzen entdeckt.

Eigentlich verdächtigten die Zollbeamten den Mann, dass er mit seiner bereits abgemeldeten Firma weiterhin Aufträge ausgeführt habe und die daraus erzielten Einnahmen nicht dem Jobcenter mitgeteilt hat.

Unterlagen zur mutmaßlichen Schwarzarbeit entdeckten die Beamten erwartungsgemäß. Doch deutlich spektakulärer war der Fund auf dem Dachboden über der Wohnung.

Zwei Aufzuchtstationen für Hanfpflanzen entdeckt

Dort waren zwei Aufzuchtstationen für Hanfpflanzen aufgebaut, bestehend aus Zelten mit Abluftsystemen, Ventilatoren, Beleuchtungen, Platinen mit Elektronik sowie mehrere Pflanzenkübel mit Hanfpflanzen.

Zu den 250 Gramm Marihuana kommen die noch nicht abgetrockneten Pflanzen hinzu.

Überraschender Fund: 250 Gramm Marihuana entdeckten die Zollbeamten zufällig, als sie in einer Wohnung in Willstätt nach Beweisen für Schwarzarbeit suchten. Foto: Hauptzollamt Lörrach

Wie eine Pressesprecherin des Hauptzollamts Lörrach auf Nachfrage erklärt, sei ein solcher Fund durchaus ungewöhnlich.

„Es kommt schon häufiger vor, dass wir bei einer Durchsuchung mal auf Drogen stoßen. Aber das sind dann Mengen von bis zu einem Gramm und nicht mehr.“

Die Zollbeamten vermuten, dass der Sohn des Durchsuchten die Drogen-Indooranlage betreibt.

Gegen ihn ermitteln nun die Polizeibeamten des Reviers in Kehl wegen des Besitzes und unerlaubter Herstellung einer nicht geringen Menge von Betäubungsmitteln.

Die Untersuchungen gegen den mutmaßlichen Schwarzarbeiter führten die Mitarbeiter des Hauptzollamts in Lörrach weiter.

nach oben Zurück zum Seitenanfang