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Ehrenhof wird einziger Standort

Rastatt hält an Planungen für Weihnachtsmarkt fest

Macht Corona den Deutschen auch noch Weihnachten kaputt? Wie in zahlreichen Kommunen wird auch in Rastatt diskutiert, ob es einen Weihnachtsmarkt geben kann oder nicht. Wichtige Erkenntnisse soll der Pop-up-Jahrmarkt liefern.

Nur der Ehrenhof wird im Corona-Jahr zur Budenstadt. Auf dem Rastatter Marktplatz wird es keinen Weihnachtszauber geben. Foto: Wollenschneider

Auch im Corona-Jahr soll in Rastatt Weihnachtsstimmung in Form einer Budenstadt aufkommen. Torsten von Appen, Wirtschaftförderer der Stadt, ist optimistisch, dass der Markt stattfinden kann. Wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt, laufen die Planungen für den Weihnachtsmarkt bereits. Allerdings wird der Weihnachtszauber in diesem Jahr pandemiebedingt kleiner ausfallen müssen. Statt Buden auf Marktplatz und Ehrenhof wird es eine reine Schlossweihnacht geben.

Bessere Steuerung der Besucher auf dem Ehrenhof

Der Pop-up-Jahrmarkt auf dem Festplatz ist eine Art „Pilotprojekt” für die Corona-Schlossweihnacht. Hier könnte getestet werden, wie es mit der Umsetzung der Hygieneregeln und der Technik funktioniert, so von Appen. Besucher des Jahrmarkts müssen sich etwa vorher online anmelden.

Sollten sich Schwachstellen zeigen, bliebe der Stadt noch genügend Zeit, um bis zum Advent nachzubessern. Im Gegensatz zum offenen Marktplatz bietet sich der Ehrenhof des Residenzschlosses mit seinem Eingangsportal perfekt an, um den Zulauf der Besucher zu steuern. Werbung für die Schlossweihnacht soll sogar im elsässischen Roppenheim gemacht werden.

Noch vor drei Wochen hat Sozialminister Manne Lucha im Zusammenhang mit Weihnachtsmärkten zu großer Vorsicht gemahnt. Vor allem die klassischen Innenstadtmärkte werde es so wohl nicht geben können, sagte er. Landauf, landab wird seither diskutiert, wie die beliebten Märkte Corona zum Trotz doch angeboten werden können.

Viele Möglichkeiten für ein luftiges Adventserlebnis

Mit dem Konzept der Schlossweihnacht scheint Rastatt hier einen Vorteil zu haben. Seit 2016 wird sie im Ehrenhof angeboten und unterschiedlich gut angenommen. Vor allem die Lichtspiele kommen bei den Besuchern sehr gut an. Immer wieder stand aber auch im Raum, dass sich die beiden Budenstädte auf dem Marktplatz und im Ehrenhof gegenseitig Konkurrenz machen.

In den Jahren 2005 und 2006 fand der Weihnachtsmarkt ausschließlich im Ehrenhof statt - damals nur mit mäßigem Erfolg. Größte Kritikpunkte waren der schlechte Untergrund und die weit auseinander liegenden Buden.

Das Problem des Bodens ist mit einer Holzbühne schnell gelöst worden. Und was früher ein Manko war, kann in Corona-Zeiten zum Pluspunkt werden: Lieben es Weihnachtsmarktfans eigentlich eng und kuschelig, bietet der Ehrenhof viele Möglichkeiten, ein luftiges Adventserlebnis im Sinne der Corona-Regelungen zu realisieren. Geplant war der Weihnachtszauber ursprünglich vom 23. November bis zum 23. Dezember. Ob dieser Zeitraum beibehalten werden kann, wird auch vom Erfolg des Pop-Up-Jahrmarkts abhängen, der am 20. August für drei Wochen seine Pforten öffnet.

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