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Hartweg-Bogen südlich des Benz-Werks

Ampel für Unfallschwerpunkt in Rastatt soll Ende des Monats in Betrieb gehen

Eine Ampel soll den sogenannten Hartweg-Bogen in Rastatt entschärfen. Die Kreuzung im Süden des Daimler-Werks ist berüchtigt. Fast 30 Mal hat es dort in den vergangenen Jahren gekracht. Die Ampel geht voraussichtlich Ende Januar in Betrieb. Doch darüber sind nicht alle glücklich.

Alles vorbereitet: Die Masten stehen, jetzt folgt noch die Verkabelung. Die Ampel am Hartweg-Bogen soll Ende Januar in Betrieb gehen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Noch rollen die Fahrzeuge ungehindert über die Kreisstraße 3769 südlich des Rastatter Benz-Werks. Doch die Ampel, die an der Kreuzung in Richtung Ottersdorf künftig den Verkehr regeln wird, ragt bereits in die Höhe. Die neue Anlage soll für mehr Sicherheit am sogenannten Hartweg-Bogen sorgen. An dem Unfallschwerpunkt hat es in den vergangenen Jahren fast 30 Mal gekracht.

Die Arbeiten hatten unter Regie des Landratsamts Ende November begonnen. Laut Pressesprecher Michael Janke liegt das Projekt im Zeitplan. Die beauftragte Firma habe die Masten und Signalleuchten noch vor Weihnachten installiert. Nach den Bauferien nahm das Unternehmen Anfang dieser Woche die Arbeit wieder auf. Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde die Verkabelung abgeschlossen sein. Dann folge die Abnahme. Wenn alles glatt läuft, gehe die Ampel Ende Januar oder Anfang Februar in Betrieb.

Anwohner in Ottersdorf fürchten Staus beim Schichtwechsel

Dann wird sich zeigen, ob die Lösung funktioniert oder ob die Bedenken der Anwohner in Ottersdorf berechtigt waren. Der Ortschaftsrat hatte sich für einen Kreisverkehr ausgesprochen. Ortsvorsteher Stefan Lott sieht die Ampel in zwei Punkten als problematisch an. „Wir haben hier zweimal am Tag 2.000 Fahrzeuge – beim Schichtwechsel im Benz“, sagt er. In diesen Stoßzeiten fürchtet er Staus an der Ampel.

In den übrigen Zeiten des Tages sei dagegen wenig los. Dann bremse die Ampel den Verkehr aus, der um einen Kreisel deutlich schneller fließen könne. Die Ottersdorfer sind ohnehin vom Verkehr geplagt. 9.000 Fahrzeuge quälen sich laut Lott täglich durch den Ort, ein Großteil davon Pendler, die aus dem Elsass Richtung Daimler fahren.

Unfälle mit dem stets gleichen Muster

Kurz vor ihrem Ziel biegen sie in den Hartweg-Bogen ein, benannt nach dem ehemaligen Bau-Bürgermeister Wolfgang Hartweg. Die Stelle ist berüchtigt. Zwischen 2016 und 2019 verzeichnete die Polizeistatistik dort 26 Unfälle. Es gab mehrere Verletzte, der Sachschaden ging in die Hunderttausende.

Die Unfälle hatten alle das gleiche Muster. Zusammengestoßen waren stets ein Linksabbieger in Richtung Ottersdorf und ein entgegenkommendes Fahrzeug. Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 Stundenkilometer und Warnbaken fruchteten nicht. Jetzt soll die Ampel das Problem lösen.

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