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Lob für Architektur

Stadtverwaltung feiert Einweihung der neuen Hans-Thoma-Schule in Rastatt

Sichtbeton, Glas und weiße Flächen: Sollte so eine Grundschule aussehen? Der Neubau der Hans-Thoma-Schule in Rastatt ist sehr modern geraten. Die Besucher der Einweihungsfeier fällten dazu ein eindeutiges Urteil.

Der Neubau der Hans-Thoma-Schule besticht durch seine moderne Architektur. Die offene Aula und die verglaste Mediathek sind Bestandteil des Ganztagskonzepts. Foto: Hans-Jürgen Collet

Kinder und Lehrer haben ihre neue Heimat erst vor zweieinhalb Wochen bezogen, aber sie fühlen sich bereits pudelwohl. „Wir sind angekommen“, sagte Rektorin Elisabeth Ströhler am Donnerstag bei der Einweihungsfeier des Neubaus der Hans-Thoma-Schule. Die moderne Architektur des 15 Millionen Euro teuren Projekts erntete von den Teilnehmern viele lobende Worte.

Sichtbeton, Glas und weiße Flächen prägen das Bild. Elternbeirätin Alexandra Thurau zitierte verschiedene Reaktionen, die sie in den vergangenen Tagen gehört habe.

Eine davon lautete schlicht: „Wow!“ Architekt Ole Brinckmann thematisierte, ob die Optik in einer reinen Grundschule kindgerecht sei. „Die Architektur ist erwachsen“, sagte er. Sie biete durch ihre Transparenz pädagogische Vorteile.

Wegen Corona nur zwei Schüler bei der Eröffnung der Hans-Thoma-Schule in Rastatt mit dabei

Die Idee sei, dass Kinder nicht nur in den Klassenräumen lernen könnten. Das erfordere Vertrauen, aber auch ein wenig Kontrolle, die durch die Blickachsen möglich sei. Der Sichtbeton sei außerdem praktisch: „Das sind keine Flächen, die sie alle zwei Jahre streichen müssen.“ Schulleiterin Ströhler sprach vom „Raum als dritten Pädagogen“ und bezeichnete die Schule als „Geschenk“.

Wegen der aktuellen Corona-Lage konnten der Feier in der Aula nur zwei Schüler beiwohnen. Svea Dürr und Philip Böhm aus der vierten Klasse packten eine Zeitkapsel für künftige Schülergenerationen.

Darin enthalten waren Schwamm, Radierer und Spitzer, „weil wir glauben, dass die Kinder das in Zukunft nicht mehr benötigen werden“, wie Philip erklärte. Teil der historischen Dokumentation waren auch Maske und Test-Kit, „die unseren Vormittag bestimmen“.

Lange Entscheidungsfindung im Rastatter Gemeinderat

Auch Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (CDU) thematisierte die „schwierige Corona-Lage“, rückte aber die Freude über den Neubau in den Fokus. Er erinnerte an den Weg der Entscheidung für den Neubau am Standort der alten Schule, der im Gemeinderat lange diskutiert worden war. „Wenn man sich das Ergebnis heute anschaut, war die Entscheidung vollkommen richtig“, sagte Pütsch.

Der Neubau sei notwendig gewesen, um einen Ganztagsbetrieb der Hans-Thoma-Schule zu ermöglichen. Dem trage das Gebäude unter anderem mit Mensa und Betreuungsräumen Rechnung: „Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass dieser Schulstandort für die Herausforderungen der kommenden Jahre bestens gerüstet ist.“

Wolfgang Held, Leiter des Schulamts Rastatt, vergab für den Neubau die Note „sehr gut“. Für ihn war die Feier eine Premiere. Noch nie in seiner Laufbahn sei er dabei gewesen, wie eine neue Schule eingeweiht wurde. „Das mache ich lieber als eine Schule zu schließen“, sagte er.

Danke für ein Gebäude mit so vielen Möglichkeiten
Alexandra Thurau, Elternbeirätin

Ins Schwärmen gerieten alle Redner beim Blick auf den Außenbereich, in dem sich die Kinder unter anderem auf einem großen Klettergerüst, einem Trampolin und einer Rutsche austoben können. Bei der Planung hatten sich Schüler und Eltern mit Ideen eingebracht. „Danke für ein Gebäude mit so vielen Möglichkeiten“, sagte Elternvertreterin Thurau, die noch einen weiteren Gedanken zur modernen Architektur zitierte: „Mein Gott, wer soll die ganzen Scheiben putzen?“

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