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76 Gruppen unterwegs

Kurzweilige Narrenparade in Au am Rhein begeistert mit Kreativität

Der Auer Fasnachtsumzug war ein buntes, abwechslungsreiches Familienfest, das die Fasnacht in ihrer ganzen Vielfalt zeigte.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Auch ohne Schnee am Start: Die Schnoogebatscher gehen mit Partybierdosen auf dem Rücken und Langlaufskiern an den Start zum Bierathlon-Weltcup. Foto: Frank Vetter

Am Fastnachtssonntag eineinhalb Stunden Zeit? Dann empfiehlt sich ein Ausflug nach Au am Rhein. Nur knapp 90 Minuten benötigten die 76 Gruppen des Fasnachtsumzugs für ihren Weg durch die Auer Straßen hin zur Rheinauhalle. Die kurzweilige Narrenparade erhielt von den zahlreichen Besuchern viel Applaus.

Bevor die Spitze des närrischen Lindwurms das Rathaus erreichte, forderte Bürgermeisterin Veronika Laukart vom Publikum „ein dreifach donnerndes Au, Helau“. So richtig donnerte es erst beim dritten Versuch, dann konnten Laukart und der für den erkrankten Co-Kommentator Walter Fleck eingesprungene Winfried Westermann die Umzugsteilnehmer vorstellen und herzlich willkommen heißen.

Schätzungsweise rund 10.000 Besucher in Au am Rhein

Es war wieder eine bunte Mischung aus Fußgruppen, Motiv- und Musikwagen, welche die Zuschauer am Wegesrand begeisterte. Rund 10.000 Besucher hatten den Weg nach Au am Rhein gefunden, wie Winfried Westermann schätzte.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Mit gleich 16 fahrbaren WCs nehmen die Auer Galepper die Rente mit 70 aufs Korn. Foto: Frank Vetter

Immer wieder erstaunlich, was sich die Fastnachter alljährlich an ausgefallenen Kostümen ausdenken, selbst schneidern und basteln. Die Auer „Tussis on Tour“ etwa waren als süße oder salzige Popcorn-Tüten unterwegs. Popcorn hatten auch die „Peanky Blinders – Gangs of Au“ an Bord ihres kleinen Leiterwagens. 800 kleine Tüten mit den explodierten Maiskörnern verteilten sie an das Publikum.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Bestens gelauntes närrisches Volk am Sonntag beim Fasnachtsumzug in Au am Rhein. Foto: Frank Vetter

Eine ganz andere Dimension an Motivwagen steuerten die Auer Lausbuben zum Umzug bei: Eine ISS-Station, die jedoch eher als Bar gedacht war. Mit einem kleineren Schiff waren die überaus gefährlich ausschauenden Wikinger der neu gegründeten Gruppe AGGA aus dem Nachbarort Neuburgweier unterwegs.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Ein außerirdisches Spektakel und zugleich ein farbenfroher Blickfang: Die Auer Goretsche. Foto: Frank Vetter Frank Vetter

Nicht zu übersehen hingegen: Die Lok Emma von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer, von der aus die Auer Thekensportler den Narrengruß entboten. Mit gleich 16 fahrbaren WCs nahmen die Auer Galepper die „Rente mit 70“ aufs Korn.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Disco, Pogo, Ringeldingelding: Als DJ’s und Discokugeln verkleidet kommen „Em Babba sei Liebschde“ daher. Foto: Frank Vetter

Die Fußgruppen überzeugten ebenfalls mit großer Kreativität. So gingen die Auer Schnoogebatscher mit Partybierdosen auf dem Rücken und Langlaufskiern an den Start zum Bierathlon-Weltcup, die Auer Fancluber waren als lebende Wischmopps unterwegs. Als DJ’s und Discokugeln hatten sich „Em Babba sei Liebschde“ verkleidet. Im wahrsten Sinne des Wortes goldig präsentierten die Schnubbis gleich mehrere Sportarten.

Fasnachtsumzug Au am Rhein 2024:
Diese Feen sorgen in Au am Rhein am Sonntag für ein wahrlich zauberhaftes Ambiente. Foto: Frank Vetter

Verblüffend auch die Rotenfelser Schlämbe als Kuckucksuhren: Da öffnete sich das Türchen und eine freundliche Schlämbe grüßte allseits mit einem fröhlichen Kuckucksruf. Die etwas älteren Herren der AH-Jugend wiederum zeigten als sich als wahre Saubermänner. Die „Weißen Riesen“ hatten sogar eine Waschmaschine mit dabei, die unablässig Schaum ausspie. In Kaugummiautomaten hatten sich die Auer Likörschlotzer verwandelt.

Kurz: Der Auer Fasnachtsumzug war ein buntes, abwechslungsreiches Familienfest, das die Fasnacht in ihrer ganzen Vielfalt zeigte.

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