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Bürgermeisterin in Au

Laukart bittet nach erfolgloser Kandidatur in Muggensturm „aufrichtig um Entschuldigung“

Au ist seit der Kandidatur von Bürgermeisterin Veronika Laukart in Muggensturm gespalten. Eine Entschuldigung soll nun Vertrauen zurückbringen.

Vertrauen zurückgewinnen: Veronika Laukart.
Will vertrauen zurückgewinnen: Veronika Laukart. Foto: Stefan Bau

Veronika Laukart (CDU) will in Au am Rhein Vertrauen zurückgewinnen. Nach ihrer Wahlniederlage vergangenen Sonntag in Muggensturm bittet die Bürgermeisterin diejenigen Auer, die sie durch ihre Kandidatur vor den Kopf gestoßen hat, „aufrichtig um Entschuldigung“.

In der am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme versichert sie, dass sie verstehen könne, wenn der eine oder andere „verärgert, enttäuscht oder traurig“ darüber gewesen sei, dass sie sich in einer anderen Gemeinde um das Bürgermeisteramt beworben hat. Sie betont, dass es bei ihrer Entscheidung um eine rein berufliche neue Herausforderung gegangen sei, eine Chance, die sie nutzen wollte.

Dies sei nicht gegen die Bürger in Au gerichtet gewesen, betonte sie am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie habe ihre Arbeit in Au am Rhein gerne gemacht, und daran werde sich auch nichts ändern. Vor fünf Jahren war sie dort in den Rathaus-Chefsessel gewählt worden.

Zweigeteilte Stimmung in Au nach Laukarts Kandidatur in Muggensturm

Die Entschuldigung lässt indes aufhorchen. Die Stimmung in der Gemeinde ist zweigeteilt. Dies sagen auf Nachfrage unserer Redaktion sowohl Markus Bauer, der für die CDU im Gemeinderat sitzt und zugleich Vorsitzender des Musikvereins im Ort ist, als auch Michael Rastätter, Feuerwehrkommandant, FWG-Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter.

Viele im Ort brächten Verständnis für Laukarts Kandidatur auf und stünden hinter ihr, viele aber auch nicht. Die Stellungnahme der Bürgermeisterin sieht Bauer als ersten Schritt, Vertrauen zurückzugewinnen, das werde beim einen leichter, beim anderen schwerer fallen.

Letztlich müsse jedoch die gute Arbeit Laukarts im Vordergrund stehen, betont er. Und er sei „überzeugt, dass das auch in den kommenden Jahren der Fall sein wird.“ „Es werden drei spannende Jahre“, meint Rastätter, der Laukart ebenfalls attestiert, bislang einen „guten Job“ gemacht zu haben – 2025 steht die nächste Wahl an.

CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Kimmig sagt: „Man muss nach vorne gucken.“ Es gebe noch viele Aufgaben in Au am Rhein, die man bewältigen müsse, beispielsweise zum Thema Hochwasserschutz. Für diesen Freitag und Samstag ist direkt eine Klausurtagung des Gemeinderats angesetzt, und am Montag findet die erste öffentliche Sitzung des Gremiums nach dem Wahltag in Muggensturm statt.

Laukart selbst hat noch keine negativen Auswirkungen zu spüren bekommen

Veronika Laukart selbst sagt, dass sie persönlich noch keine negativen Auswirkungen zu spüren bekommen habe in ihrer ersten Woche nach der Wahl in Muggensturm, bei der sie letztlich Johannes Kopp (SPD) den Sieg hatte überlassen müssen. „Die Leute können nachvollziehen, dass das eine rein berufliche Geschichte war.“ Und: „Viele Leute haben mir gesagt, dass sie froh sind, dass es in Muggensturm nicht geklappt hat und ich hier bleibe.“

In einer Woche steht eine Veranstaltung an, bei der sie wohl vielen Bürgern begegnen wird: der Auer Fastnachtsumzug, den man nach zwei pandemiebedingten Ausfällen nun am Samstag, 23. Juli rollen lässt. „Da werde ich auch nochmal mit dem einen oder anderen reden können.“

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