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Vier Tage lang Aufbau

Modellbauer aus Au am Rhein hat in seinem Garten eine imposante Krippenlandschaft geschaffen

Der Garten vor dem Haus des Modellbauers Armin Busch wird in diesen Tagen wieder zu einem besonderen Blickfang: Dort ist eine imposante Weihnachtskrippe zu sehen, mit Beleuchtung, akustischen Elementen und allerlei Details.

Blickfang: Armin Buschs Vorgarten hat sich in eine großflächige Krippenlandschaft verwandelt. Alljährlich versucht er dort immer wieder, neue Elemente mit einzubauen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Der Blick in seine Wohnung verrät schon seine große Leidenschaft: Kleine Kommoden, stilecht nachgebaute edle Tische, fein gedrechselte Stühle, maßstabsgetreu erstellte Miniatur-Holzfässer und Schubladen, die Nachbildung des Auer Wappens mit dem Fischreiher oder auch jede Menge hölzerne Sterne – alles hat Armin Busch selbst mit größter Sorgfalt gezimmert.

Doch die große Attraktion steht im Garten: Es ist die große Krippenlandschaft, Buschs ganzer Stolz, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist. „Seit 15 Jahren bauen wir sie immer wieder auf“, sagt Busch. Er ist gelernter Modellbauer und war nach eigenem Bekunden schon immer von Weihnachtskrippen fasziniert.

Mithin kam ihm die Idee, den eigenen Garten in eine Krippenlandschaft umzugestalten – und zwar in einer außergewöhnlichen Dimension. „Wir bauen sie immer am ersten Advent auf“, sagt Busch, der dabei in Lebensgefährtin Sylvia Burkart eine wichtige Helferin an seiner Seite hat. „Vier Tage brauchen wir dazu“, sagt er.

Die Landschaft mit der Krippe, dem Stall und den Bergen wird dabei alljährlich etwas anders modelliert. Und stets kommen neue Elemente hinzu. Diesmal ist es das Engelhaus. Gemeinhin ist das Haus unter dem Jahr mit selbst gebastelten Wichteln und Trollen besetzt – ebenfalls ein besonderer Blickfang im Garten. „Über die Weihnachtstage sind aber nun Engel dort eingezogen“, sagt Sylvia Burkart.

An Heiligabend brennen die Lichter rund um die Uhr

Gleich nebenan sprudelt ein Wasserfall und weiter unten verheißt ein Wegweiser für die Heiligen Drei Könige, dass es noch „ein Kilometer bis Bethlehem“ ist.

Eine Vielzahl von kleinen Lämpchen verleiht der Krippenlandschaft obendrein einen besonders imposanten Charakter. Damit die Technik funktioniert, hat Busch auch seine beiden fachkundigen Brüder Raimund und Edgar engagiert. Von 17 bis 23 Uhr brennen die Lichter.

An Heiligabend sollen sie aber rund um die Uhr leuchten, verspricht Busch. Obendrein dürfen die Besucher auch selbst aktiv werden: „Abspieltaste mit dem Fuß betätigen“, lautet eine deutlich sichtbare Aufforderung vor dem Zaun. Wenn dies geschieht, sind etwa Glockengeläut, musikalische Klänge oder weihnachtliche Geschichten zu hören, die Sylvia Burkart vorträgt.

Wir machen das vor allem für die Kinder
Armin Busch, Modellbauer

„Wir machen das alles vor allem für die Kinder, die vorbei laufen und oft ihre Eltern auf die ganzen Details hinweisen“, sagt Busch und fügt hinzu: „Manche werfen nur einen kurzen Blick darauf, andere bleiben hier eine Viertelstunde stehen, um sich alles genau anzuschauen.“

Wesentliches Material bei Buschs Krippenkunstwerk ist das Moos. „Wir sammeln es im Schwarzwald, meist an steilen Stellen, wo niemand hinkommt“, sagt Busch. Lebensgefährtin Sylvia Burkart ergänzt: „Das ist Abenteuer pur.“ Vier Quadratmeter müssen im Garten damit abgedeckt werden.

„Wir haben beim Sammeln eine spezielle Technik entwickelt, um eine möglichst große, zusammengewachsene Moosfläche zu erhalten“, erklärt sie. Bei kleineren Stücken bestehe die Gefahr, dass sie von Vögeln aufgepickt werden, weiß Busch, der das Modellieren der biblischen Landschaft meist kniend praktiziert.

Das Sammeln von Moos ist Abenteuer pur.
Sylvia Busch, Lebensgefährtin

Im Übrigen: Wenn Schnee fällt, ist das für den Auer Krippenbauer, der sein Werk bis Dreikönig stehen lässt, kein Problem. Schließlich wandelt sich die Szenerie dann in eine durchaus willkommene Winterlandschaft. Und es ist vorgesorgt: „Die Figuren werden dann mit Heißluft abgeföhnt, so dass sie noch richtig zu sehen sind.“

Sollte es mal zu windig werden und einzelne Figuren oder Tiere umfallen, sei ebenfalls schnell für Abhilfe gesorgt. „Unsere Enkelkinder freuen sich, sie wieder aufzustellen“, sagt Busch.

Wenn Schnee liegt, werden die Figuren abgeföhnt

Wenige Monate nach Weihnachten, wenn das Krippenzubehör wieder eingelagert ist, wandelt sich sein Garten dann erneut: Es entsteht eine Osterwerkstatt, in der Eier angemalt werden, eine Hasenschule und ein Spielplatz für Osterhasen die Blicke auf sich ziehen.

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