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Sanierung notwendig

Baustelle in Rastatter Kaiserstraße wandert weiter – Biergarten am Marktplatz kommt vorerst nicht

Die Busse setzen den Ablaufrinnen in der Rastatter Kaiserstraße zu – die müssen jetzt saniert werden. Was bedeutet das für die anliegende Gastronomie?

Engstelle: Ein Leser macht sich Sorgen, dass es wegen der Busdurchfahrt zwischen Ratsstübl und Rathaus angesichts der provisorischen Absperrbaken gefährlich werden könnte. Foto: Daniel Melcher

Die Busse, die durch die Rastatter Fußgängerzone Kaiserstraße fahren, setzen offensichtlich den Wasserablaufrinnen zu: Diese sind zum Teil beschädigt und müssen auf der Bus-Fahrbahnseite über die gesamte Strecke repariert werden. Entlang des Rathauses haben die Bauarbeiten begonnen.

Da direkt gegenüber zugleich Außengastronomie betrieben wird, sorgt sich ein Leser unserer Zeitung: Eine Engstelle sei entstanden, die zu gefährlichen Situationen führen könnten, wenn die Busse kommen. Im Ratsstübl, das draußen vor seiner Tür bewirtet, sieht man das Provisorium offenbar gelassener.

Man komme sich da nicht ins Gehege, sagt Betreiber Marco Wittmann, der neben der Schloss-Gaststätte im vergangenen Jahr auch das Lokal neben dem Rathaus als Pächter übernommen hat, auf Nachfrage. Wie zuvor schon die Pächter vor ihm, will er in den nächsten Tagen im Übrigen auch auf der Rathausseite Tische und Stühle stellen – den Bussen zum Trotz.

Rinnen sind durch die überfahrenden Busse porös

Dabei sei seine Aufstellung schmaler als die der Vorgänger, die Schirme seien kleiner, die Situation sei verträglich. Er darf darauf hoffen, dass das Baken-Provisorium am Rathaus tatsächlich bald verschwindet. Aktuell ragen die Baken etwas weiter Richtung Fahrbahn, um unter unter anderem bereits reparierte Rinnen-Abdeckungen zu schützen, erläutert die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Rinnen beziehungsweise deren Abdeckungen seien teilweise porös und gelockert. Bei der Erneuerung werden sie auch neu einbetoniert – und der Beton brauche seine Zeit, um auszuhärten. In dieser Zeit dürfen sie nicht überfahren werden. Da liegt auch das Kernproblem: Die schwergewichtigen Busse sind eine Belastung für die Rinnen. Neben dem ÖPNV ist in der Fußgängerzone der Kaiserstraße lediglich zeitweise Lieferverkehr für Anrainergeschäfte erlaubt.

Ende nächster Woche, so heißt es, will man zumindest mit den Sanierungsarbeiten am Rathaus fertig sein. Schritt für Schritt soll die Baustelle dann weiter wandern, an Kaiserstraße, Marktplatz und Stadtkirche entlang Richtung Kapellenstraße (B3/36). Zeitgleich plant Wittmann seine Ratsstübl-Aufmöbelung.

Biergarten am Marktplatz kommt vorerst nicht

Nachdem die Stadt einen entsprechenden Antrag auf Sondernutzung der Fläche entlang dem Rathaus im April positiv beschieden hat, haben sich zumindest fürs Erste Wittmanns Überlegungen erledigt, in diesem Sommer eine Biergarten-Terrasse auf dem Marktplatz einzurichten. Die Idee hätte bei der Stadt ebenfalls Unterstützung gefunden.

Da der Gastronom nun aber rund 70 Außenplätze direkt am Lokal anbieten kann, hat er aus wirtschaftlichen Gründen die kompliziertere und teurere Marktplatz-Lösung „erst einmal hinten angestellt“, wie er sagt. Man wolle nun über die Sommersaison hinweg schauen, wie es läuft.

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