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Baustellenbegehung

Hans-Thoma-Schule in Rasttt soll im kommenden Schuljahr fertig sein

Der Neubau der Hans-Thoma-Schule wurde lange und heiß diskutiert. Bei einer Baustellenbegehung des Rohbaus wird nun erstmals sichtbar, wofür knapp 15 Millionen Euro ausgegeben werden.

Blick in die neue Bibliothek: Mit einer großen Fensterfront und Oberlichtern wird der Neubau zu einem hellen Lernort. Foto: Hans-Jürgen Collet

Unter Corona ist alles anders: Statt eines traditionellen Richtfests feierte die Stadt den Abschluss der Rohbauarbeiten der neuen Hans-Thoma-Schule mit einer Baustellenbegehung. Und obwohl bisher nur kahle Räume zu sehen sind, lässt sich bereits jetzt erahnen, worauf sie die Grundschüler ab dem nächsten Schuljahr freuen dürfen: einen hellen und großzügigen Bau, der modernes Lernen möglich machen wird.

„Das ist kein Luxusbau, sondern ein bedarfsgerechter Bau“, betonte Bürgermeister Raphael Knoth und spielte damit auf die heftigen Diskussionen um die Kosten des Schulneubaus an. 2018 hatte der Gemeinderat die Planungen wegen der hohen Kosten gestoppt und auf Einsparungen gedrungen.

Indem die neue Schule keinen Keller hat – die Heizungstechnik findet in einem Raum neben dem großen Eingangsfoyer Platz, die Lüftungsanlagen sind auf das Dach ausgelagert worden – konnte mehr als eine Million Euro gespart werden. Dennoch wir der Neubau rund 15 Millionen Euro kosten, von denen 370.000 Euro das Land übernimmt.

Neubau der Hans-Thoma-Schule ist für die nächsten 50 Jahre ausgelegt

Die alte Hans-Thoma-Schule sei den Bedürfnissen und den Bedarfen nicht mehr gerecht geworden, so Knoth. Der Neubau sei für die nächsten 50 Jahre geplant. Er wird etwa 400 Schülern Platz bieten – pro Jahrgangsstufe sind das drei Klassen (bisher nur zwei) sowie eine Grundschulförderklasse.

Sie alle werden zusammen in die große, neue Aula passen, die das Herzstück der Schule bilden wird. „Darauf freuen wir uns schon. Derzeit haben wir keine mehr“, so Konrektorin Yvonne Plocher.

Das ist kein Luxuxbau, sondern ein bedarfsgerechter Bau.
Raphael Knoth, Baubürgermeister

Noch sehen Aula und Rohbau trist aus, doch Projektleiter Ole Brinckmann malte anhand von Materialproben, wie die Schule im nächsten Jahr aussehen wird: Die Wände bleiben aus Beton, da dieser auch über Jahrzehnte der Nutzung noch „schön“ aussehe. Die Flure und die Aula erhalten helle Betonsteinplatten auf dem Boden, in den Räumen wir dagegen auf Ahorn-Parkett in Industriequalität gesetzt.

Die Decken werden weiß verkleidet, die Trennwände der Räume zu den Fluren hin in Birkenholzfurnier. Die Außenfassade bekommt einen Putz in zwei hellen Grautönen. Als Fallschutz an den Fenstern werden Kupfermetallplatten angebracht. „Das wird ein heller und freundlicher Eindruck mit viel Holz“, so Brinckmann.

Differenzierungsräume und Lernzonen machen moderne Pädagogik in Rastatt leichter

Besonderheiten der neuen Schule sind neben der Schulkantine im Erdgeschoss eine Schulbibliothek mit unterschiedlichen Medienangeboten sowie Differenzierungsräume und Lernzonen. Diese sollen den Lehrern ermöglichen, pädagogische Methoden wie das Stationenlernen und andere Gruppenarbeiten besser anzuwenden. „Individuelles Lernen“ und „Lernen außerhalb der Klassenräume“ sind hier die Schlagworte.

Die Differenzierungsräume bieten zudem den Sonderpädagogen die Möglichkeit, ihre Schüler mit besonderem Förderbedarf individueller zu betreuen. Rektorin Elisabeth Ströhler: „Es gibt das Konstrukt vom Raum als dritten Pädagogen. Das sieht man hier sehr schön.“

Projektleiter Brinckmann freut sich zudem über die Garderobenräume, die jedem Klassenraum zugeordnet sind: „Wir Erwachsenen freuen uns über einen aufgeräumten Arbeitsplatz. Das ist in der Schule nicht anders. So verbannen wir das Jacken-und-Schuhe-Chaos vom Flur.“

Zum Schuljahr 2021/2022 soll die neue Hans-Thoma-Schule bezugsfertig sein. Durch Corona sind fünf Wochen Verzug im Zeitplan aufgetreten, so Bürgermeister Knoth. „Ansonsten sind wir gut in der Spur.“

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