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Reger Zuspruch

Die Damen vom Häkelkreis in Bietigheim würden gerne auch Männer aufnehmen

Rund 20 Frauen kommen zweimal im Monat im „Alten Farrenstall“ in Bietigheim zusammen, um gemeinsam zu häkeln und zu stricken. Die Runde ist auch offen für Männer.

Regelmäßig wird zum Strick- und Häkelnachmittag in den „Alten Farrenstall“ eingeladen. 
Regelmäßig wird zum Strick- und Häkelnachmittag in den „Alten Farrenstall“ eingeladen. Foto: Hermann Schmitt

Pseudokugeln, hyperbolische Flächen oder auch das Samenkapselmodell – das sind Begriffe, die speziell beim Häkeln beheimatet sind. Ob Perlen- oder Zopfmuster, das Maschen-Anschlagen, kraus rechts oder links und verschränkte Maschen: Wer sich in der Welt dieser Fachbegriffe zurechtfindet, kennt sich vermutlich mit dem Stricken gut aus.

Beide Formen dieser althergebrachten Handarbeiten, ob häkeln oder stricken, werden neuerdings beim Seniorentreffen in Bietigheim praktiziert und machen allen Beteiligten viel Spaß. So jedenfalls konnte man dies beim zurückliegenden Treffen im Alten Farrenstall der Gemeinde beobachten.

Dort trifft sich an jedem ersten und dritten Montag im Monat eine Gruppe von rund 20 Frauen, um miteinander die unterschiedlichsten Objekte aus Wolle oder Garn herzustellen.

Männer haben noch nicht den Weg in den Bietigheimer Kreis gefunden

„Männer haben bisher noch nicht den Weg zu uns gefunden“, berichten sie einmütig. Dennoch sind sie davon überzeugt, dass es durchaus auch strickende und häkelnde Männer gibt.

Sie wären in dem fröhlichen Kreis der Damen herzlich willkommen, wie zu vernehmen war. Nach dem bekannten Motto „Stricken ist das neue Yoga“ beschreiben sie ihr Hobby als entspannend und beruhigend.

„Man hat Zeit und Ruhe, über Vieles nachzudenken und dabei entsteht noch etwas, an dem man seine Freude hat“, erzählt Brigitte Volz. So betreibt dieses Hobby auch regelmäßig zuhause. Zurück geht die Initiative, die vom örtlichen Jugend-, Familien- und Seniorenbüro unterstützt wird, auf eine Idee von Ursula Nachbauer. Sie berichtet, dass sie sich die Aktion „Korallen häkeln“ im Frieder-Burda-Museum in Baden-Baden angeschaut habe und dabei auf die Idee gekommen sei, selbst einen Häkelkreis in ihrer Heimatgemeinde ins Leben zu rufen.

Mittlerweile finden die Treffen regelmäßig statt und es ist festzustellen, dass der Teilnehmerkreis immer mehr wächst. Dabei entstehen kleine Kostbarkeiten, die als Geschenke weitergegeben oder auch auf Wunsch der Angehörigen angefertigt werden.

„Socken, Mützen und Schals, aber auch Eierwärmer und Bettschuhe für die Enkelkinder sind hierbei natürlich der Renner“, erzählen die Frauen.

Älteste Teilnehmerin macht Spiegeleier und Weißwürste aus Wolle

Es entstehen aber auch kleine Kunstwerke mit den Nadeln, die beispielsweise für einen Kinderkaufladen oder eine Spiel-Gaststätte im Kindergarten vorgesehen sind. So fertigt die älteste Teilnehmerin, Marta Huber aus Iffezheim, Spiegeleier, Brathähnchen, Fische oder auch Brezel und Weißwürste aus Wolle an.

„Sie sind äußerst begehrte Spielobjekte und kommen bei den Kleinsten sehr gut an“, berichtet Ursula Nachbauer, die Tochter der 98-Jährigen. Sie nimmt ihre Mutter regelmäßig zu den Treffen mit.

Gerne würde die Strick- und Häkelgruppe für eine soziale Einrichtung beispielweise gratis wärmende Socken anfertigen, um damit alten und kranken Menschen etwas Gutes zu tun. Interessente können sich im Rathaus unter (0 72 45) 8 08 24 bei Jasmin Trost melden. Willkommen sind aber auch weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die entweder selbst das Stricken und Häkeln erlernen oder ihre Fähigkeiten in diesem geselligen Rahmen bei Kaffee oder Tee anderen weiter vermitteln möchten.

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