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Verantwortliche wollen morgendliches Verkehrschaos vermindern

Mit dem Zebra zur Schule: So sollen Kinder in Bietigheim zum Laufen animiert werden

In der Gemeinde Bietigheim gilt künftig ein neues Schulwegkonzept. Ein wesentliches Ziel besteht darin, die Kinder zum Laufen zu motivieren, um damit das morgendliche Verkehrschaos vor der Grundschule einzudämmen.

Neuer Begleiter: Zebra „Hardty“ ziert als Maskottchen jene Plätze in Bietigheim, von denen aus die Kinder künftig gemeinsam zur Grundschule laufen sollen. Foto: Stefan Maue

Ein Zebra soll künftig zum treuen Gefährten für Kinder auf ihrem Schulweg in Bietigheim werden. „Hardty“ heißt das von zwei Drittklässlern entworfene Tier, das nun als Maskottchen für das neue Schulwegkonzept gilt. Mit Beginn des neuen Schuljahres soll es umgesetzt werden. Entstanden ist die Idee dazu aus den teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen, die sich allmorgendlich vor der Grundschule wiederholen, wenn Eltern ihre Kinder direkt bis vor den Eingang fahren. „Die Kinder laufen nicht mehr“, hat nicht nur Bürgermeister Constantin Braun erkannt.

„Wir sind mit Fachleuten des Verkehrsbüros Koehler/Leutwein in Kontakt getreten, um einen sicheren Schulweg zu entwerfen und haben auch potenzielle Gefahrenstellen definiert“, sagt Braun. Zentraler Punkt sei dabei der Gedanke gewesen, dass Schüler zu Fuß in die Schule gehen sollen. Das Immunsystem etwa werde dadurch gestärkt, die Konzentration gefördert und die Muskulatur trainiert. Und: Um die Ballung des Autoverkehrs vor der Schule zu vermindern wurden mehrere „Hardty-Haltestellen“ im Ort eingerichtet.

Stempelpläne in den Klassenzimmern

Das Zebra zeigt dabei weithin sichtbar den genauen Standort an. Dort können Eltern künftig ihre Kinder abliefern. Gemeinsam mit anderen Schülern laufen sie dann in kleineren Gruppen zur Grundschule. „Sollte ein Kind unterwegs eine Toilette aufsuchen müssen, Angst bekommen oder sich unwohl fühlen richten wir so genannte Notinseln entlang des Schulweges ein“, erklärt Braun. Sie befinden sich etwa in der Bernhardus-Apotheke, der Bäckerei Westermann, der Gärtnerei Essig, in der Raiffeisenbank, im dm-Drogeriemarkt und im Rathaus. Dort könne den Kindern bei Problemen geholfen werden.

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