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Seit 2017 im Amt

Chefarzt für Kardiologie und Angiologie verlässt das Klinikum Rastatt

Das Klinikum Mittelbaden muss sich für den Standort Rastatt einen neuen Chefarzt für Kardiologie und Angiologie suchen. Emmanuel Chorianopoulos verlässt das Krankenhaus.

Hier kommen keine Babys mehr zur Welt: Die Geburtshilfe des Klinikums Rastatt ist seit März 2020 nicht mehr in Betrieb gewesen. Am Dienstag stimmte der Kreistag der endgültigen Schließung zu.
Das Rastatter Klinikum muss sich einen neuen Chefarzt für Kardiologie und Angiologie suchen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Es ist wohl die Chefarzt-Stelle, die das Rastatter Klinikum mit am stärksten prägt. Und die über zwei Jahrzehnte mit dem Namen Helmut Keller einen gewichtigen Namen in der regionalen Medizin hatte. Jetzt muss sich das Klinikum Mittelbaden nach einem neuen Chefarzt für Kardiologie und Angiologie (Gefäßerkrankungen) umschauen. Denn Emmanuel Chorianopoulos wird das Rastatter Haus zum 31. März kommenden Jahres verlassen.

Der 48-jährige Mediziner hatte zum 1. Juli 2017 die Nachfolge von Helmut Keller angetreten. Mit ihm wurde der Betrieb von Herzkatheterlaboren auf die Standorte in der Barockstadt und Baden-Baden ausgeweitet. Die Expansion bedeutete, dass auch in der Kurstadt ein Linksherzkathetermessplatz etabliert wurde – ein Fachbereich, für den die Rastatter Klinik jahrelang stand.

Mit der Verpflichtung von Chorianopoulos hatte sich das Klinikum auf die Fahnen geschrieben, das therapeutische Angebot im Fachgebiet, vor allem im Hinblick auf minimal-invasive Behandlungen und Elektrophysiologie, weiterzuentwickeln.

Klinikum Mittelbaden: Abschied aus „persönlichen Gründen“

Auf Nachfrage teilte die Geschäftsführung mit, dass Chorianopoulos „aus persönlichen Gründen“ das Klinikum Mittelbaden verlassen werde. „Für die Patientinnen und Patienten ändert sich aber nichts. Bis zur Neubesetzung der Chefarztposition ist die Versorgungssicherheit in der kardiologischen stationären Versorgung im Klinikum Mittelbaden weiterhin gewährleistet, auch die Privatambulanz wird weiterhin betrieben“, so das Klinikum.

Dass es für gesetzlich versicherte Patienten schwierig sei, im niedergelassenen Bereich zeitnah einen Termin zu erhalten, wird in der Klinikverwaltung zwar bedauert, doch die Verantwortung dafür weist man zurück. Gefordert sei hier die Kassenärztliche Vereinigung (KV).

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