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Delta-Anteil steigt

Corona-Lage im Landkreis Rastatt: Menschen sollen nicht unvorsichtig werden

Sozialdezernent Stefan Biehl hat in der Kreistagssitzung des Landkreises Rastatt die aktuelle Corona-Situation beleuchtet. Er betont die Wichtigkeit der Impfung im Kampf gegen die Pandemie und appelliert an die Bürger.

Seit März 2020 sind Sozialdezernent Stefan Biehl zufolge im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 269 Menschen im Stadt- und Landkreis verstorben. Foto: Michael Kappeler/dpa

Mit einem aktuellen Blitzlicht zur Corona-Situation hat der Sozialdezernent des Landkreises Rastatt, Stefan Biehl, in der jüngsten Sitzung des Kreistags in der Badner Halle aufgewartet.

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 registrierte die Behörde demnach insgesamt 12.216 Infektionsfälle. Hiervon 10.089 im Landkreis und 2.127 im Stadtkreis Baden-Baden, für den das Gesundheitsamt ebenfalls zuständig ist.

Die meisten Fälle gab es in der Stadt Rastatt (2.894). In Baden-Baden waren es 2.127. Im Landkreis haben sich bisher im Schnitt 37 von 1.000 Einwohnern mit dem Virus infiziert. Insgesamt hatte das Gesundheitsamt Biehls Angaben zufolge im genannten Zeitraum 35.000 Kontaktpersonen angerufen, informiert und beraten.

Am 14. Juli überschritt der Landkreis wieder den Inzidenzwert von zehn und befindet sich seit 19. Juli in der Inzidenzstufe zwei.

Corona-Einschränkungen für Geimpfte könnten reduziert werden

Eine grundlegende Überarbeitung der Corona-Verordnung des Landes ist laut Biehl für September angekündigt. Maßgeblich hierfür sei nach Aussagen des Landes, „dass voraussichtlich bis zum 15. September 2021 jeder Bürger die Chance gehabt haben wird, einen vollständigen Impfschutz zu erhalten“.

Die Landesregierung gehe daher aktuell davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt die Einschränkungen für vollständig Geimpfte weiter reduziert werden können, so Biehl weiter.

Der Anteil der Delta-Variante an den Infektionsfällen betrage im Landkreis aktuell rund 48 Prozent – Tendenz steigend. Aktuell betroffen von Infektionen sei hauptsächlich die Altersgruppe zwischen 22 und 50 Jahren.

Acht Menschen mit Impfschutz haben sich infiziert

„In den vergangenen vier Wochen hatten wir im Landkreis auch acht Impfdurchbrüche, also Infektionen nach vollständiger Impfung“, berichtete der Sozialdezernent. Über „Impfschäden“ sei ihm nichts bekannt. Jedenfalls gebe es hierzu keine Zahlen, antwortete er auf eine Anfrage aus dem Kreistag.

Nach aktuellem Stand sind 47,6 Prozent der Bevölkerung im Landkreis durchgeimpft – und 53,8 Prozent sind es in Baden-Baden. Das Kreisimpfzentrum Bühl registriert inzwischen mehr als 70.000 Impfungen. Mit niederschwelligen Angeboten werde derzeit versucht, „all jene zu erreichen, die sich bislang nicht erreichen ließen“.

Hälfte der Bevölkerung in Stadt- und Landkreis Rastatt vollständig geimpft

Seit März 2020 sind Biehls Angaben zufolge im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 269 Menschen im Stadt- und Landkreis verstorben. Davon 201 allein im Landkreis.

Es bleibt elementar wichtig, dass die Menschen nicht unvorsichtig werden.
Stefan Biehl, Sozialdezernent

Der zunehmende Impfschutz in der Bevölkerung werde auch weiterhin das Mittel der Wahl sein. Nur so könne einem exponentiellen Anstieg der Fallzahlen und Inzidenzwerte entgegengewirkt werden, so Biehl. „Es bleibt nach wie vor elementar wichtig, dass die Menschen nicht unvorsichtig werden und auch weiterhin die Corona-Regeln beachten“, lautete sein Appell.

Wie ferner zu erfahren war, wurde das Personal im Gesundheitsamt vor dem Hintergrund der geringen Inzidenzwerte fast vollständig wieder auf die Stammmannschaft zurückgeführt.

Die ab August 2020 beim Gesundheitsamt eingesetzten Bundeswehrsoldaten konnten bereits am 30. Juni wieder verabschiedet werden. „Aktuell erarbeiten wir zusammen mit dem Gesundheitsamt verschiedene Szenarien im Hinblick auf den Herbst.“

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