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Probleme mit illegalem Müll

Coronavirus: Uneinsichtige Camper halten Ordnungsamt in Rheinmünster auf Trab

Auch die Gemeinde Rheinmünster stellt das Coronavirus vor etliche Probleme. Das Ordnungsamt kämpft mit uneinsichtigen Campern, die trotz ausdrücklichem Verbot mit ihren teilweise sehr großen und luxuriös ausgestatteten Wohnmobilen mehrtägige „Corona-Ausflüge“ machen. Zudem hat die illegale Entsorgung von Müll enorm zugenommen.

Auch Rheinmünster stellt das Coronavirus vor etliche Probleme. Das Ordnungsamt kämpft mit uneinsichtigen Campern und illegalem Müll. Foto: pr

Das Personal des Rheinmünsteraner Ordnungsamtes wird laut Bürgermeister Helmut Pautler stark in Anspruch genommen von uneinsichtigen Campern, die trotz ausdrücklichem Verbot mit ihren teilweise sehr großen und luxuriös ausgestatteten Wohnmobilen mehrtägige „Corona-Ausflüge“ machen und auf der Gemarkung Rheinmünster übernachten.

Die Campingplätze sind aufgrund der Corona-Krise zwar derzeit geschlossen, aber auch außerhalb derer sei das Campen durch die gemeindliche Polizei- und Umweltverordnung untersagt und der Bußgeldkatalog bei Verstößen „interessant“, so der Bürgermeister.

Sehr zeitaufwendig sei es, die Einhaltung der Vorgaben zu überwachen, so der Verwaltungschef angesichts einer Gemarkungsfläche von mehr als 42 Quadratkilometern. Allein im Baden-Airpark seien 125 Unternehmen angesiedelt. Dazu komme eine Vielzahl von Baggerseen, Altrheinarmen und sonstigen Gewässern, die vor allem bei Sonnenschein willkommenes Ziel vieler, vor allem auswärtiger Besucher seien.

Illegale Entsorgung von Müll hat in der Corona-Krise enorm zugenommen

Äußerst ärgerlich und zeitaufwendig ist laut Pautler auch die illegale Entsorgung von Haus- und Sperrmüll, die seit dem Beginn der Corona-Krise in einem erheblichen Umfang zugenommen habe. „Hier schrecken verantwortungslose Zeitgenossen auch nicht davor zurück, sich größerer Mengen Sperrmüll, aber auch von Schlachtabfällen im Wald und in der Feldflur zu entledigen.“

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Der Verwaltungschef verweist gegenüber dieser Zeitung auf die enormen Herausforderungen für die Gemeindeverwaltung: „Mit 186 Beschäftigten und einem Haushaltsvolumen von rund 25 Millionen Euro gleicht die Gemeinde einem mittelständischen Unternehmen. In dieser schwierigen Zeit musste unter anderem geregelt werden, wie geht es weiter mit vier gemeindlichen Kindertagesstätten, zwei Grundschulen, der Grundschulbetreuung, dem öffentlichen Hallenbad, den Mitarbeitern des Bauhofs, den Forstbediensteten, den Hausmeister- und Reinigungsdiensten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung.“

Sanierung der Realschule soll trotz Covid-19 vorangehen

Auch die Mitglieder des Gemeinderates seien gefordert. Im schriftlichen Verfahren habe die Verwaltung wichtige Entscheidungen eingeholt, damit die Sanierung der Realschule vorangehen und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes planerisch vorbereitet werden können. Darüber hinaus seien Notgruppen für die Betreuung von Kindern im Kita-Alter vorzusehen. Hier gibt es laut Pautler ein Angebot für Erziehungsberechtigte, die in systemrelevanten Berufen, beispielsweise in Kranken- und Altenpflege sowie Lebensmittelversorgung, tätig sind.

Die örtliche Kita übernimmt hier die Betreuung des Nachwuchses, auch während der Osterferien. Das Angebot wird grundsätzlich auch für die Grundschulbetreuung vorgehalten. Die Gemeindeverwaltung sei zudem in Verbindung mit den beiden stationären Pflegeeinrichtungen, um – bei Bedarf – Vorsorge zu treffen, informiert der Rathauschef weiter. Es sei das Ziel, Schutzmasken in ausreichender Anzahl zu besorgen, um die hiesigen Pflegeeinrichtungen auszustatten. Auch DRK und freiwillige Feuerwehr seien zu berücksichtigen.

Rheinmünster erarbeitet Liste der Angebote für Liefer- und Abholservice

Zur Unterstützung der Einwohner erstellt die Verwaltung derzeit eine Liste jener Versorgungsbetriebe, die Liefer- und Abholservice im Gastronomiebereich anbieten. Sie wird auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht, auf der eine eigene Rubrik „Corona“ eingerichtet wurde .

Dort informiert auch der Gewerbeverein über seine Aktion „Rheinmünster kauft daheim“ und ruft die Bevölkerung zur Solidarität mit den örtlichen Betrieben auf. „Die Nachbarschaftshilfe ist in Rheinmünster glücklicherweise vorbildlich“, freut sich Pautler.

Viele Familien könnten darüber hinaus auf verwandtschaftliche Unterstützung vertrauen. Wo es beim Einkaufen klemme, gebe es auch ein ehrenamtliches Angebot der örtlichen Pfadfinderschaft.

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