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Großprojekt

Deutsche Bahn und Stadt Rastatt eröffnen Straßenbrücke an der Hans-Thoma-Straße

Am Freitag wurde die Straßenbrücke an der Rastatter Hans-Thoma-Straße über die Rheintalbahn freigegeben. Die Ost-West-Verbindung zwischen Niederbühl und der Siedlung ist somit wieder da.

Der Rasatter Bürgermeister Raphael Knoth (2.v.li), DB-Projektleiter Frank Roser (3.v.li) und Ortsvorsteher Klaus Foery durchschneiden auf der Brückenmitte das symbolische Band und geben sie für den Verkehr frei.
Der Rasatter Bürgermeister Raphael Knoth (2.v.li), DB-Projektleiter Frank Roser (3.v.li) und Ortsvorsteher Klaus Foery durchschneiden auf der Brückenmitte das symbolische Band und geben sie für den Verkehr frei. Foto: Frank Vetter

„Heute ist ein schöner Tag“, stellte Frank Roser, Technischer Projektleiter des Bauabschnitts Karlsruhe – Offenburg im Großprojekt Neubaustrecke Karlsruhe Basel der Deutschen Bahn (DB), fest. Roser und der Rastatter Bürgermeister Raphael Knoth gaben am Freitag die Straßenbrücke an der Niederbühler Hans-Thoma-Straße über die Rheintalbahn frei.

Frank Roser bedauerte gegenüber den rund 100 Niederbühlerinnen und Niederbühlern, die das beheizte Pagodenzelt auf der Brückenmitte füllten, die seit mehreren Jahren andauernden Belastungen durch die Tunnelbaustelle. Er musste jedoch hinzufügen, dass die Bahn den Anwohnern auch weiterhin viel abverlangen werden und es weiter Einschränkungen geben müsse. „Wir versuchen alles, um Belastungen zu vermeiden“, versprach der Projektleiter.

Rastatter Straßenbrücke über die Rheintalbahn frei

Umso mehr freue er sich, dass die Ost-West-Verbindung zwischen Niederbühl und der Siedlung wieder da sei. Frank Roser blickte in seiner Rede auf das gesamte Großprojekt Abschnitt 1 und insbesondere den Rastatter Tunnel; wobei der Projektleiter kein einziges Mal das Wort Havarie benutzte.

Inzwischen seien die auch untertage die neun Querschläge genannten Verbindungstunnel zwischen den beiden Röhren fortgeschritten. Übertage sei nach der Verschwenkung der Rheintalbahn an Ostern 2022 die Baugrube fertiggestellt, um die havarierte Tunnelbohrmaschine auszugraben, zu zerlegen und abzutransportieren. An Ostern könnten die ersten Tunnelteile von oben sichtbar sein, stellte Frank Roser in Aussicht.

Er erinnerte an den Bau der Brücke. Das Bauwerk ist inklusive der Zufahrtsrampen 440 Meter lang. Die Rheintalbahn überspannt die Brücke auf einer Länge von 16 Metern, die Neubaustrecke auf rund 36 Metern. Roser erinnerte an die wichtige Bauphase des Einhebens von fünf jeweils 16 Tonnen schweren Stahlträgern in die Konstruktion. Er unterstrich den zunächst nicht vorgesehenen, von der Fahrbahn abgesetzten Gehweg. Die DB investierte in das Projekt 5,8 Millionen Euro. Frank Roser dankte den am Bau beteiligten Firmen, die hätten „eine schöne Brücke gebaut“.

Bürgermeister Raphael Knoth betonte die Bedeutung der Brücke, die die Zufahrt zum Reisig-Platz und zur Sporthalle ermögliche, auch für die Landwirtschaft. Die Schranke sei die einzige Lösung gewesen, um den Schleichverkehr zu unterbinden. Das Öffnen der grundsätzlich geschlossenen Schranke sei nach Ende der Großbaustelle zukünftig über eine App steuerbar. Der Bürgermeister danke Projektleiter Frank Roser für dessen Arbeit und den Kontakt zu den Anwohnern. Roser sei das Gesicht der Baustelle.

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