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Rastatter Krankenschwester fordert finanzielle Anerkennung

Die Helden schlagen auf dem Boden der Realität auf

Sandra Boh gehörte im Frühjahr zu den Helden des Alltags. Als Krankenschwester am Klinikum in Rastatt half sie, die erste Corona-Welle zu bewältigen. Jetzt fordern Boh und ihre Kollegen im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen mehr Geld - und stoßen damit auf Unverständnis.

Fordert finanzielle Anerkennung für ihre Arbeit: Sandra Boh, die pflegerische Leiterin der zentralen Notaufnahme der Rastatter Klinik. Foto: Boh

Als Sandra Boh am Dienstag mit ihren Mitstreitern in der Karlsruher Kaiserstraße für eine Lohnerhöhung demonstrierte, schritt ein älteres Paar auf die Krankenschwester zu. „Sie sind uns recht heftig angegangen“, erzählt die 37-Jährige. Der Mann habe sich beschwert, dass er kalte Füße bekomme, weil er laufen müsse, wenn die Bahnen nicht fahren.

Die Begegnung frustriert die Rastatterin auch noch ein paar Tage später. Im Frühjahr waren sie und ihre Kollegen noch Corona-Helden, denen die Menschen Applaus gespendet haben. Wenn es aber um mehr Geld geht, ist mit der Solidarität schnell Schluss.

4,8 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft Verdi für die Mitarbeiter des öffentlichen Diensts. Mindestens aber 150 Euro mehr im Monat sollen die Beschäftigten bekommen. Diese Forderung untermauern die Mitglieder seit Wochen mit Warnstreiks. Auch in Rastatt legten Erzieher, Stadtwerke-Beschäftigte und Klinikpersonal schon die Arbeit nieder.

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