Skip to main content

Zum Tag der Menschen mit Behinderungen

Die Nähe fehlt: Wie ein Rastatter mit Behinderung die Corona-Zeit erlebt

Menschen mit Behinderung leiden besonders unter den Corona-Maßnahmen. Durch die eingeschränkten sozialen Kontakte bauen sie physisch und psychisch ab. Für manche von ihnen könnte das Virus sogar tödlich sein.

Am Arbeitsplatz: Matthias Rahner ist froh, dass er nach dem ersten Lockdown nun wieder bei den Murgtal-Werkstätten in Rastatt arbeiten kann. Foto: Gundi Woll

Manchmal hört er einfach auf zu atmen. Mitten im Schlaf. Bis zu vier Minuten lang holt Matthias Rahner dann keine Luft mehr. In der Nacht trägt er deshalb eine Sauerstoffmaske. Der 40-Jährige leidet am Schlafapnoe-Syndrom. Zu seiner Krankheit kommt eine Lerneinschränkung. Sich zu konzentrieren und komplexe Sachverhalte zu erfassen, fällt ihm schwer. Er kann nicht mehr als drei Stunden pro Tag unter den üblichen Arbeitsbedingungen tätig sein. Volle Erwerbsminderung nennt sich das. Die Pandemie wirft ihn aus der Bahn: Corona könnte ihn töten.

Matthias Rahner arbeitet bei den Murgtal-Werkstätten der Lebenshilfe in Rastatt. Dort stellt er Generatoren für Züge der Deutschen Bahn her oder lötet Heizungsadapter für Siemens. Während des ersten Corona-Lockdowns war Rahner im Homeoffice in seiner Wohngruppe in Bischweier tätig, allerdings nur zwei Stunden am Tag. Seit Mitte Juni ist er zurück in der Werkstatt.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang