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Es geht um die Existenz

Die Schwarzarbeit im Rastatter Friseurhandwerk blüht

Mia Graf aus Rastatt ist Friseurin. Sie arbeitet trotz Lockdown und Verbot illegal weiter. Die alleinerziehende Mutter kommt sich vor wie eine Schwerverbrecherin. Dennoch braucht sie Geld für ihren Lebensunterhalt. Dabei wundert sie sich, wem sie so die Haare schneidet.

Leerer Salon: Marius Müller steht in seinem verlassenen Geschäft in der Rastatter Kaiserstraße. Der 28-Jährige ist in seinem fünften Jahr selbstständig und hofft, dass Friseure bald wieder öffnen dürfen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Mia Graf macht sich strafbar. Aber die Friseurin aus Rastatt hat keine andere Wahl. Die alleinerziehende Mutter ist gezwungen, ihre Familie über Wasser zu halten. Deshalb schneidet sie trotz Verbot weiter Haare. „Ein schönes Gefühl ist das nicht“, gesteht die junge Frau.

„Aber mir bleibt einfach nichts anderes übrig.“ Die Nachfrage ist da. Graf wundert sich manchmal nur, wen sie da alles vor ihrer Schere sitzen hat.

Seit dem 16. Dezember sind bundesweit alle Friseursalons im zweiten Lockdown geschlossen. Sollte trotz des Verbotes ein Friseur weiter arbeiten, kann das teuer werden. Wer sogenannte körpernahe Dienstleistungen ausübt und erwischt wird, muss mit 250 bis 5.000 Euro Strafe rechnen. Das teilt Rastatts Pressesprecherin Heike Dießelberg mit. Der Regelsatz bei Verstößen liege bei 500 Euro.

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