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Speicher werden gefüllt

Die Wasservorräte in Rastatt sind prall gefüllt zur Hitze

Trotz der Hitze ist die Wasserversorgung in Rastatt gesichert. Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk erklärt im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten, dass mit den beiden Wasserwerken Ottersdorf und Rauental genügend Reserven vorhanden sind, um einen langen Hitzesommer zu überbrücken.

Abkühlung im Stadtpark: Die Gärten und Anlagen müssen in diesen trockenen Hitzetagen verstärkt gegossen werden. Foto: Vetter

Trotz der Hitze ist die Wasserversorgung in Rastatt gesichert. Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk erklärt im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten, dass mit den beiden Wasserwerken Ottersdorf und Rauental genügend Reserven vorhanden sind, um einen langen Hitzesommer zu überbrücken. „In den vergangenen Jahren war das deutlich unsicherer“, erklärt Kaspryk und verweist auf die lange Phase, in der das Wasserwerk Rauental wegen der PFC-Belastung des Grundwassers außer Betrieb war und umgebaut wurde.

Die Wasservorräte im Untergrund sind unterdessen prall gefüllt. „Der Rheingraben zwischen Lörrach und Koblenz zählt zu den größten Süßwasserspeichern Europas“, so der Stadtwerke-Chef. Aus diesem reichen Vorrat schöpfen die beiden Wasserwerke der Stadt unablässig.

Bis zu 800 Kubikmeter pro Stunde

Nachts würden vor allem die Speicher gefüllt, damit dieses Wasser tagsüber zu Spitzenzeiten die Zufuhr aus den Brunnen ergänzen kann. „Um die Mittagszeit pumpen wir bis zu 800 Kubikmeter Wasser pro Stunde durch die Leitungen“, berichtet Kaspryk. 800 Kubikmeter – das sind 800 000 Liter. Eine Badewanne fasst rund 200 Liter.

Trotz dieses hohen Verbrauchs haben wir noch Luft nach oben.

Der normale Tagesverbrauch liegt bei 300 000 bis 400 000 Liter pro Stunde. Nach Kaspryks Angaben lag der Spitzenverbrauch an einem Tag im Sommer des vergangenen Jahres bei zehn Millionen Liter Wasser. „Trotz dieses hohen Verbrauchs haben wir noch Luft nach oben“, erklärt der Stadtwerke-Chef. Das heißt: Der kommunale Versorger könnte auch mit noch höheren Mengen umgehen.

Volle Kraft voraus: Fünf Pumpen speisen das kostbare Nass vom Wasserwerk Ottersdorf ins Leitungsnetz. Foto: Collet

Leitungswasser bei Hitze

In den vergangenen Jahren hatte das Wasserwerk Ottersdorf die Stadt alleine versorgt. „Wir hofften jeden Tag, dass nichts ausfällt“, erinnert sich Olaf Kaspryk. Grund dafür war, dass das Rauentaler Werk wegen der PFC-Belastung abgeschaltet werden musste. Danach wurde es komplett umgebaut und mit Aktivkohlefiltern ausgerüstet. Im vergangenen Sommer wurde es wieder in Betrieb genommen, seitdem ist die Versorgung wieder sicher – und weiterhin sauber. „Ich kann jedem Bürger empfehlen, bei der großen Hitze unser Leitungswasser zu trinken. Es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, das es gibt“, ermuntert der Stadtwerke-Chef.

Bis zum Ende des Jahres wird das Konzept zum Umbau vorliegen.

Derweil bereitet sich der Wasserversorger auf den Umbau des Ottersdorfer Werks vor, denn dort wird in den nächsten Monaten ebenfalls die PFC-Fahne erwartet. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet. „Bis zum Ende des Jahres wird das Konzept zum Umbau vorliegen“, erklärt Kaspryk. Das Ottersdorfer Wasserwerk werde man während des Umbaus voraussichtlich nicht vom Netz nehmen – „wenn überhaupt, dann höchstens wenige Wochen“. Zwei Optionen werde es am Ende geben: Entweder neue Brunnen im Westen, die von der PFC-Fahne nicht erreicht werden, oder der Einbau von Aktivkohlefiltern. Dies alles sei mit Anbauten während des laufenden Betriebs möglich.

Für Ausfall ist vorgesorgt

Sollte es doch einen Ausfall während einer Hitzephase geben, haben die Stadtwerke auch dafür vorgesorgt. Mit einer Leitung zum Wasserwerk in Muggensturm, das die Stadtwerke Gaggenau betreiben, kann von dort aus Wasser zugepumpt werden. Das wäre ebenso im umgekehrten Fall möglich: Wenn in Gaggenau das Wasserwerk ausfällt oder dort plötzlich Belastungen im Grundwasser auftauchen, kann Rastatt der Benzstadt aushelfen. Kaspryks Ziel ist es, die gesamte Region bis nach Karlsruhe in der Wasserversorgung zu vernetzen, um die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen.

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