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Jürgen Ochs

Rastatter Kirchenmusiker: „Lieder für vorweihnachtliche Zeit drücken bestimmte Stimmung aus“

Drei Fragen an Bezirkskantor Jürgen Ochs, der den musikalischen Nachmittag im Gemeindezentrum St. Alexander in Rastatt am Sonntag, 10. Dezember, ab 16 Uhr musikalisch gestaltet.

Jürgen Ochs lacht in die Kamera.
Jürgen Ochs ist Bezirkskantor in Rastatt Foto: Jürgen Ochs

Sie erklingen überall auf den Weihnachtsmärkten, im Supermarkt oder den großen Kaufhäusern und meist schon vor dem ersten Advent: Weihnachtslieder. Vor allem die Angloamerikanischen, ob poppig, rockig oder sentimental, schaffen es, sich als Dauerberieselung in den Ohren bequem zu machen.

Ein etwas anderer Zugang zur Musik in der Vorweihnachtszeit erwartet die Besucher des „Musikalischen Nachmittags“ im Gemeindezentrum St. Alexander in Rastatt am Sonntag, 10. Dezember, um 16 Uhr, dessen musikalische Ausgestaltung Bezirkskantor Jürgen Ochs übernommen hat.

Professor Meinrad Walter, Theologe und Musikwissenschaftler, wird über die Geschichte und Theologie der Adventslieder auf Einladung des katholischen Bildungswerks Rastatt sprechen.

Weihnachtliche Lieder liegen Jürgen Ochs am Herzen

Was erwartet die Gäste an diesem zweiten Adventsnachmittag?
Ochs
Professor Meinrad Walter wird unterschiedliche Adventslieder vorstellen, ihre historische und musikalische Entstehungsgeschichte erläutern und theologisch beleuchten. Meinrad Walter ist stellvertretender Leiter des Amts für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg, Musikwissenschaftler und Theologe. Er bringt ausgewählte Faksimiles mit, die die Besucher des „Musikalischen Nachmittag“ auch optisch in die Historie der Adventslieder mitnehmen.
Können Sie ein paar Beispiele nennen, auf die sich die Besucher freuen dürfen?
Ochs
Ganz traditionelle Adventslieder mit einer reichen musikalischen Geschichte und viel theologischer Bedeutung sind „Es kommt ein Schiff geladen“ oder „Maria durch den Dornwald ging“. Aus der Zeit der Nazidiktatur stammt das Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“ mit dem Text von Jochen Klepper und der Melodie von Johannes Petzold. Jochen Klepper war evangelischer Theologe, Journalist und Schriftsteller und mit der verwitweten Jüdin Johanna Stein verheiratet. Er nahm sich mit ihr und ihrer jüngeren Tochter in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1942 das Leben. 
Was hat Sie persönlich dazu bewogen, diesen Nachmittag musikalisch mitzugestalten?
Ochs
Mir liegen die besonderen Lieder für die vorweihnachtliche Zeit am Herzen. Das ist eine ganz bestimmte Stimmung, die diese Lieder ausdrücken. Der Advent sollte in entsprechender Weise mit den entsprechenden Liedern, die eben keine Weihnachtslieder sind, begangen werden. Außerdem ist es schön, diese Lieder, von denen sich die meisten im Gesangbuch „Gotteslob“ finden, außerhalb des Gottesdienstes zum Klingen zu bringen. Gemeinsam altbekannte Lieder zu singen, das tut gut und stiftet ein Gemeinschaftsgefühl, gerade vor Weihnachten. Zudem ist es immer wieder toll, zu erfahren, was in den Liedern verborgen ist, die jeden Sonntag im Gottesdienst gesungen werden.
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