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Glänzende Ausgangsposition

RW Elchesheim trotzt in der Fußball-Landesliga widrigen Rahmenbedingungen

Zu Saisonbeginn musste Fußball-Landesligist RW Elchesheim seine Heimspiele in Staufenberg und Rastatt austragen. Sportliche Auswirkungen hatte der mittlerweile beigelegte Streit mit der Gemeinde nicht. Weniger rosig ist die Lage beim FV Würmersheim.

Überflieger: Würmersheims Kapitän David Voß scheint über Yannick Henkel von RW Elchesheim zu segeln. In der Landesliga-Tabelle sind die Rollen umgekehrt. Foto: Hans-Jürgen Collet

Vor der Saison hatte Trainer Dirk Rohde beim Fußball-Landesligisten RW Elchesheim als Saisonziel einen Rang unter den ersten Fünf ausgerufen.

Präsident Dieter Link sah es als seine Pflicht an, hierfür die Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies gelang zu Beginn der Saison jedoch nur unzureichend.

Da die Gemeinde zu Beginn der Vorbereitung den RWE-lern das Platzrecht entzog, mussten die Kicker nach Staufenberg und zum OSV Rastatt fahren, um ihr Heimrecht ausüben zu können.

Unentschieden verhindern bessere Bilanz

Erst Mitte September bekamen die Rot-Weißen wieder Zugang zu ihrem Spiel- und Trainingsgelände. Auch die Trainingsbedingungen waren für Rohde und sein Team nicht Landesliga-tauglich.

Trotz aller Widrigkeiten hat das Team mit 27 Punkten, aber noch zwei Nachholspielen in der Hinterhand, eine glänzende Ausgangsposition. Von allen Spitzenteams hat die Rohde-Elf die meisten Remis zu verzeichnen, was eine noch bessere Bilanz verhinderte.

In der Vorbereitung wird der Fokus auf der Fitness liegen.
Dirk Rohde, Trainer RW Elchesheim

Auf fremdem Geläuf ist man bei drei Siegen und vier Remis als einziges Team in der Liga noch ungeschlagen. Die interne Torjägerliste führen Lukas Frisch mit sechs Toren, gefolgt von Rico Olajos (5) und Dominik Frey (4) an. Dem TSV Loffenau gelang es bislang als einzigem Team den RWE zu besiegen.

Der sehr ehrgeizige RWE-Coach ist mit der bislang erreichten Punktezahl vollauf zufrieden. „Es war keine einfache Zeit für uns, wobei wir uns auf einem sehr schmalen Grat bewegten. Auf dem Erreichten kann man aufbauen, wobei in der Vorbereitung der Fokus auf der Fitness liegen wird, damit wir sofort dort anknüpfen können, wo wir vor der Pause aufgehört haben.“

Obwohl Rohde das Herzstück im RWE-Spiel ist, hebt er das Kollektiv hervor. „Der Mix passt, der Kader ist sehr pflegeleicht und trägt alles mit. Dies war die Grundvoraussetzung dafür, dass wir so durchgekommen sind. Nun gilt es, sich nicht auszuruhen, denn wir müssen gerade im vorderen Drittel noch zulegen.“

Neuzugänge beim RW Elchesheim für die Defensive

Mit erst 14 Gegentoren kann sich RWE auf die beste Defensive der Liga stützen. Trotzdem kamen in Jean-Claude Sewonou (Würmersheim) und Faruk Karadogan (SV 08 Kuppenheim) noch zwei überdurchschnittliche Defensivkräfte dazu, die Rohde aber schon als Vorgriff auf die nächste Saison sieht.

Am Ende der Runde wünscht er sich einen „Platz so weit wie oben möglich zu belegen“. Sollte es am Schluss gar ein Aufstiegsplatz sein, würde das Clubhaus bei einer weiteren legendären Party wohl in seinen Grundfesten erschüttert werden.

Ernüchterung beim FV Würmersheim

Nachdem der Verjüngungsprozess vor der Saison weiter vorangetrieben und der Kader qualitativ und in der Breite verstärkt wurde, waren nicht wenige Landesliga-Experten der Meinung, dass der FV Würmersheim ins vordere Mittelfeld der Tabelle gehört.

Doch nach 16 gespielten Partien ist die Ernüchterung groß. Mit sechs Siegen, zwei Remis bei acht Niederlagen steht man mit 20 Punkten auf einem enttäuschenden neunten Rang. Der Abstand zu Rang acht ist bereits auf sieben Punkte angewachsen. Eindeutig zu wenig für das Potenzial, mit dem das Team ausgestattet ist.

Das Manko liegt dabei eindeutig in der Offensive, die nur 20 Tore in 16 Spielen bejubeln durfte. Untypisch auch die schlechte Heimbilanz mit zwei Siegen und zwei Remis bei vier Niederlagen.

Passabel hingegen die Auswärtsbilanz bei vier Siegen und vier Niederlagen. Die interne Torjägerliste führt Samuel Kleber mit fünf Treffern vor Mathis Blumenstein mit vier Toren an.

Pleic folgt auf Jung

Dabei startete der FVW mit einem 3:0-Sieg gegen Oberwolfach in die Saison. Dies brachte jedoch nicht den erhofften Hype, sodass Manuel Jung nach der 0:1-Derby-Niederlage in Mörsch auf Rang 13 liegend den Hut nahm.

Zweimal hatte danach Co-Trainer Manuel Bauer das Sagen, ehe Srecko Pleic am zehnten Spieltag übernahm. Bei dessen Debüt verlor man zu Hause gegen Niederschopfheim mit 0:1. Trotzdem ist Pleic voll des Lobes über seinen neuen Club. „Wir haben innerhalb des Vereins eine sehr gute Kommunikation. Außerdem verfügen wir über sehr viele Talente, die es weiterzuentwickeln gilt.“

Wir müssen und werden alles geben, um unseren Platz zu verteidigen.
Srecko Pleic, Trainer FV Würmersheim

Pleic weiß aber auch, dass der Klassenverbleib kein Selbstläufer ist. „Wir müssen und werden alles geben, um unseren Platz zu verteidigen. Die Qualität ist zweifellos vorhanden.“

Nicht mehr zur Verfügung stehen zukünftig Jean-Claude Sewonue, der zum Nachbarn Elchesheim gewechselt ist, sowie Routinier Oliver Paul, den es beruflich ins Schwabenland gezogen hat. Im weiteren Saisonverlauf möchte Pleic seine Elf taktisch weiterentwickeln sowie die Durchgängigkeit zu Team zwei weiter vorantreiben.

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