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Erste Tanzgruppen trainieren

Narren in Rastatt beginnen mit Planung: Für die Fastnacht gibt es Hoffnung

Die Narren im Landkreis Rastatt sind guter Dinge. Durch die neue Corona-Verordnung könnten 2022 Saalveranstaltungen mit mehrstündigem Programm und hunderten Zuschauern möglich sein. Aber es sind noch einige Fragen offen.

Narren auf Tuchfühlung: So dicht gedrängt wie bei den Rosenmontags-Hexen in Niederbühl wird es in der Fastnachtskampagne 2021/22 bei den Vereinssitzungen nicht zugehen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Vor einem Jahr hingen die Narren in den Seilen. Sie bangten um die Kampagne 2021, die schließlich komplett ins Wasser fiel. Diesmal sieht es besser aus. Die neue Corona-Verordnung stimmt die meisten Vereine zuversichtlich. Doch es gibt noch Unsicherheiten.

Nach den Sommerferien beginnen die Vereine aus Rastatt in der Regel mit den Planungen für die Sitzungen ihrer kommenden Fastnachtskampagnen.

Roland Stadtfeld, Präsident der Großen Karnevalsgesellschaft (GroKaGe) Rastatt, sagt: „Mit der 3G-Regel werden größere Veranstaltungen wie in der Badner Halle zugelassen sein. Das bedeutet für uns, dass wir in die Planung gehen.“

Fasching in Corona-Zeiten: Nachwuchs der GroKaGe Rastatt lechzt nach Auftritten

Die Jugend- und Prinzengarde sowie die Schlosswache haben schon mit dem Training begonnen. „Unser Nachwuchs lechzt nach einem Auftritt“, sagt Stadtfeld. Die Büttenredner und das Männerballett fangen erst nach den Herbstferien an, wenn das Motto der Kampagne feststeht.

Die ersten Termine mit der Prinzenpaar-Proklamation am 11. und 13. November in der Reithalle stehen schon fest. Am 19. Februar 2022 folgt die Prunksitzung in der Badner Halle. „Aber es gibt noch ein paar Fragezeichen“, sagt er. „Wir wissen noch nicht, ob wir Catering anbieten können.“ Unklar sei auch, ob sich Besucher vorab anmelden müssen oder ob eine Abendkasse für Kurzentschlossene möglich ist: „Wir möchten niemanden abweisen müssen.“

Ötigheimer Carneval Club wartet auf Freigabe seiner Trainingsräume

Ähnliche Fragen stellen sich die Organisatoren auch in Ötigheim für die Prunksitzungen in der Mehrzweckhalle im Februar 2022: Wie viele Menschen sind erlaubt? Dürfen sich die Gäste während der Veranstaltung bewegen? Das soll im Gespräch mit Bürgermeister Frank Kiefer geklärt werden. „Die wichtigste Frage ist aber die, wann die Proben beginnen können“, sagt Siegfried Peter, Vorsitzender des Ötigheimer Carneval Clubs.

Bis Ende August seien die öffentlichen Gebäude in Ötigheim geschlossen. Darunter auch das alte Schulhaus, in dem sich die Probenräume des Vereins befinden. „Wir warten auf den Startschuss“, sagt Peter. „Wir können nicht bis Mitte September warten und dann innerhalb von ein paar Wochen ein Programm aus dem Boden stampfen.“ Die Gesangsgruppen des Vereins könnten sich derzeit noch draußen treffen. „Um mit den Tanzproben loszulegen, brauchen wir jedoch unsere Trainingsräume“, sagt er.

Iffezheimer Carnevals Club will nach den Sommerferien loslegen

Der Iffezheimer Carnevals Club kann in seinen großen Probe-Räumlichkeiten Abstände einhalten, deshalb beginnen die Tanzgruppen nach den Sommerferien mit dem Training.

Hauptsache, wir können etwas tun.
Holger Deutschmann, Präsident Iffezheimer Carnevals Club

„Wir sind bei unseren Planungen zuversichtlich“, sagt Vereinspräsident Holger Deutschmann. Die Sitzungen ab Mitte Januar plant der Verein vorerst mit einer kleineren Gästezahl als üblich, mit gekürztem Programm und ohne Barbetrieb. „Hauptsache, wir können etwas tun“, sagt er.

Natürlich werde man ein Auge auf die Verordnungen haben. „Das kann sich alles bis in den Januar noch dreimal ändern.“ Deutschmann erwartet, dass es durch die 3G-Regel als Einlasskriterium zu deutlichem Mehraufwand kommt: „Das ist für das eine Jahr aber in Ordnung. Besser, als alles ausfallen lassen.“

Fasching trotz Corona? Kuppenheimer Narrenzunft wartet noch ab

In Kuppenheim warten die Knöpfle dagegen noch ab. „Wir werden erst Ende September gemeinsam mit unserem Zunftrat die Weichen für 2022 stellen“, sagt Ilona Schmitt-Walz, Vorsitzende der Narrenzunft. Erste Ideen seien schon erarbeitet worden, verraten wolle man diese aber erst, wenn sie konkreter werden.

Monika Glattfelder, Schriftführerin der Rastatter Karnevalsgesellschaft, sagt: „Aktuell planen wir ganz normal.“ Die Jugend- und Prinzengarden haben das Training bereits aufgenommen. Nach den Sommerferien sollen die Minigarde, das Männerballett und die Frauengruppe Turbosisters starten. „Mit unserer Inklusionsgruppe, den Flummys, warten wir noch bis nach den Sommerferien ab, weil das eine stark gefährdete Gruppe ist“, sagt Glattfelder.

Wir sind guter Dinge. Natürlich kann keiner wissen, was in drei Monaten ist.
Monika Glattfelder, Schriftführerin RaKaGe

Mit dem Prinzenball am 20. November und der Prunksitzung am 29. Januar in der Festhalle Steinmauern stehen erste Termine fest. „Wir sind guter Dinge. Natürlich kann keiner wissen, was in drei Monaten ist“, sagt Glattfelder. „Aber wir würden es uns schon sehr wünschen, dass es klappt. Denn das Gemeinschaftsgefühl fehlt allen und das wollen wir wiederaufleben lassen.“

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