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Breit gefächertes Filmprogramm

Rastatter Forum-Kino geht wieder an den Start

Nach achtmonatiger Pause öffnet das Rastatter Forum-Kino am Donnerstag, 8. Juli, wieder seine Pforten. Es gilt dabei ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept. Ein Corona-Test wird aber nicht verlangt.

Bereit für den Neustart: Das Rastatter Forum-Kino öffnet nach monatelanger Coronapause am Donnerstag wieder seine Pforten. Foto: Stefan Maue

Die augenfälligen Filmplakate an der Wand des monumentalen Gebäudes am nördlichen Eingang der Stadt schürten in den vergangenen Monaten immer wieder die Hoffnung, das zu sehen, was da großflächig beworben wird. Die Zeiten, in denen das Rastatter Kino coronabedingt seine Pforten geschlossen halten musste sind an diesem Donnerstag vorbei. Dann gibt es „endlich wieder „ganz großes Kino“, wie die markante Werbebotschaft des Filmtheaters verkündet.

„Jeder kann sich bei uns sicher fühlen“, hatte Forum-Geschäftsführer Jean-Marc Maier bereits im Oktober vorigen Jahres bekräftigt, als das Kino zwischenzeitlich offen war, aber kurze Zeit später wieder schließen musste. „Da uns die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter besonders am Herzen liegen, sind umfangreiche Hygiene- und Sicherheitskonzepte erarbeitet worden“, versichert der Kinobetreiber.

Die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln würden dabei das Kinoerlebnis nicht schmälern. Der Geschäftsführer hebt nicht zuletzt die „Lüftungstechnik der neuesten Generation“ hervor, die in den einzelnen Kinosälen dafür sorge, dass die Luft nach oben abgesaugt wird.

Wir hoffen, das wir bald die Kapazität erhöhen dürfen.
Jean-Marc Maier, Geschäftsführer

Maier weist auch darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Bestimmungen für Kinobesucher kein Test mehr erforderlich sei. „Aus diesem Grund dürfen wir nur etwa 25 bis 30 Prozent der Sitzplätze belegen, da nicht nur im Gebäude, sondern auch im Saal der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss“, sagt Maier.

Die Ticketsysteme stellten dies bereits während des Buchungsvorgangs sicher. „Wir hoffen, dass die Inzidenz weiter sinkt und wir bald die Kapazität erhöhen dürfen“, meint der Geschäftsführer. Außerdem werde keine Bestätigung mehr verlangt, ob jemand genesen oder geimpft ist. Empfohlen wird auch, platzgenaue Kinotickets vorab im Internet unter www.forumcinemas.de zu erwerben. Reservierungen seien allerdings nicht möglich. Generell gilt im Forum-Kino Maskenpflicht, wobei am Platz die Maske allerdings abgenommen werden darf.

Was die wirtschaftlichen Folgen der achtmonatigen Schließung des Kinos betrifft, erklärte Maier gegenüber den BNN, dass es „mit Reserven, Kurzarbeitergeld und der Überbrückungshilfe der Bundesregierung“ gelungen sei, die Krise zu bewältigen. Ist die Zukunft des Rastatter Kinos aber nun dauerhaft gesichert?

Dazu äußert sich Maier eher zurückhaltend: „Wir sind da und freuen uns auf die Wiedereröffnung am 8. Juli.“ Das Personal sei indessen reduziert worden: „Von unseren 450-Euro-Kräften, die in unseren Betrieben beschäftigt sind, machen viele mittlerweile etwas anderes. Immerhin waren unsere Kinos insgesamt 14 Monate geschlossen.“

Neue App im Angebot

„Gestartet wird der Kinobetrieb am Donnerstag mit einer tollen Mischung aus Blockbustern, Family-Entertainment und anspruchsvollen Filmen“, sagt Maier. Beispielhaft nennt er „Black Widow“, „Catweazle“, „Quiet Place 2“ „Die Croods“, „Peter Hase 2“ und „Täglich grüßt die Liebe“. Als ersten großen Sommerhit kündigt Maier ab 15. Juli „Fast and Furious 9“ an. Neu angeboten wird ab dem 8. Juli die Forum Cinemas App, wo Snacks und Getränke online bestellt und direkt im Kino abgeholt werden können, wobei ein Abholmonitor im Foyer zusätzliche Hilfe liefert.

Aufgrund der langen Schließzeit sei die Technik in den Gebäuden komplett heruntergefahren worden, sagt Maier. Und er fügt hinzu: „Sie wieder zu starten ist eine mehrtägige Aufgabe. Waren müssen geliefert, Buchungssysteme programmiert sowie Film- und Personalpläne erstellt werden.“

Christine Berg, Vorstandsmitglied der HDF Kino, des größten nationalen Kinoverbandes und die stärkste Interessenvertretung für Kinobetreiber im Land, ist überzeugt: „Das Interesse der Menschen daran, Unterhaltung und Kultur in Gemeinschaft und außerhalb der eigenen vier Wände zu erleben, ist nach dieser langen Zwangspause enorm“.

Das aktuelle Filmprogramm halte für jeden Geschmack etwas bereit. Laut Berg sei der Flickenteppich von uneinheitlichen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, der in einzelnen Bundesländern gilt, aber immer noch eine große Herausforderung.

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