Skip to main content

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Keine Gasheizung für die Schule: Stadt Rastatt steigt lieber auf Pellets um

Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf eine Entscheidung des Technischen Ausschusses in Rastatt. Die Stadt wollte für die Schule in Wintersdorf eine neue Gasheizung anschaffen. Doch nun warfen Verwaltung und Stadträte diesen Plan kurzfristig um.

Bekommt eine neue Heizung: Die Schule in Wintersdorf, die künftig als Außenstelle der Grundschule Ottersdorf genutzt werden soll. Foto: Hans-Jürgen Collet

Der Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass die Stadtverwaltung am Montagabend kurzfristig einen Plan für die Sanierung der Heizungsanlage in Wintersdorf über den Haufen geworfen hat. Bislang war die Installation eines neuen Gaskessels vorgesehen.

Stattdessen soll jetzt eine Holzpellet-Anlage zum Einsatz kommen. Bürgermeister Raphael Knoth sagte mit Blick auf die Rohstoff-Abhängigkeit von Russland: „Das Thema Versorgungssicherheit ist dominanter geworden.“

Die Entscheidung über die Modernisierung der Heizungsanlage oblag den Mitgliedern des Technischen Ausschusses. In der Vorlage für die Sitzung in der Badner Halle hatte die Verwaltung den Vorschlag ausgearbeitet, den 21 Jahre alten Gaskessel im Schulgebäude und seine Regelungstechnik auszutauschen.

Nachdem das Gebäude bis vergangenes Jahr als Interimslösung zur Unterbringung der Hans-Thoma-Schüler aus der Kernstadt genutzt wurde, hat der Gemeinderat mittlerweile die Zukunft geklärt.

Pellet-Heizung kostet 90.000 Euro mehr

Ab dem Herbst wird die Pestalozzi-Schule Teile des Gebäudes nutzen, außerdem ist die Einrichtung einer Außenstelle der Grundschule Ottersdorf geplant. Deshalb sieht die Verwaltung Bedarf für eine neue Heizungstechnik.

Die Grünen-Fraktion hatte im Vorfeld der Sitzung den Antrag gestellt, auf Gas zu verzichten.

Dem schloss sich die Verwaltung an, auch wenn die Holzpellet-Anlage unterm Strich mit 300.000 Euro rund 90.000 Euro teurer ist als der ursprüngliche Plan. Unter den Eindrücken der vergangenen Tage stimmte die große Mehrheit der Ausschussmitglieder zu.

nach oben Zurück zum Seitenanfang