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Bundesverdienstkreuz verliehen

Hohe Auszeichnung für Rastatter „Kämpferin für Toleranz und Frieden“

Die Rastatterin Ute Kretschmer-Risché wird für ihr ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe und vielen anderen Feldern ausgezeichnet

Eine Frau mit Urkunde und ein Mann.
Ute Kretschmer-Risché erhält aus der Hand von OB Hans-Juergen Pütsch das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Frank Vetter

Die Journalistin Ute Kretschmer-Risché hat aus der Hand des Rastatter Oberbürgermeisters Hans-Jürgen Pütsch (CDU) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. erhalten. Damit würdigt der Bundespräsident das ehrenamtliche Engagement Kretschmer-Rischés in der Jugendförderung und der Flüchtlingshilfe.

OB Pütsch bezeichnete in seiner Laudatio die 59-jährige, gebürtige Oberhausenerin und bekennende Anhängerin von Borussia Dortmund als „Menschenrechtlerin, Antifaschistin, Freundin der Informations- und Pressefreiheit, Kämpferin für Toleranz und Frieden, Klimaaktivistin und Demokratin.“

Arbeitete als Journalistin für Badisches Tagblatt und Badische Neueste Nachrichten

Nach dem Abitur am Gaggenauer Goethe-Gymnasion schlug Ute Kretschmer-Risché eine journalistische Laufbahn ein, arbeitet als freie Mitarbeiterin für das Badische Tagblatt und die Badischen Neuesten Nachrichten. Es folgten ein Volontariat und verschiedene journalistische Tätigkeiten bis zur Gründung des Redaktionsbüros Klartext 1995 in Rastatt. Zwei Jahre später folgte die Agentur Exakt, die sie bis heute erfolgreich mit ihrem Mann Stefan Risché leitet.

Das Ehrenamt entdeckte Ute Kretschmer-Risché schon mit 14 Jahren, als sie sich für die vietnamesischen Boatpeople einsetzte. Bis heute lebt Ute Kretschmer-Risché die Flüchtlingshilfe, beschäftigt Asyl suchenden Menschen, unterstützt sie im Alltag. Für einen Bericht über die Wohnverhältnisse von Geflüchteten erhielt Kretschmer-Risché 1990 den Caritas-Journalistenpreis. Wegen ihres Engagements für Geflüchtete wurde die Verdienstkreuz-Trägerin in der Vergangenheit auch schon bedroht. 

Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen bereichert ihr Leben

„Ich liebe die Zusammenarbeit mit jungen Leuten. Sie stecken für mich voller Überraschungen“, zitierte Laudator Pütsch die Geehrte. Mit einer handvoll interessierter junger Leute gründete Ute Kretschmer-Risché die Jugendzeitschrift „Ravolution“. 2016 folgte folgte der Verein „Junge Flüchtlinge Rastatt“ heute „Verein für Vielfalt in Rastatt“.

Immer wieder kreierte Ute Kretschmer-Risché die vielfältigsten Aktionen für Flüchtlingskinder. Nach dem ersten Pisa-Studien-Schock gründete die Freundin des Buches gemeinsam mit der Baden-Badener Kinderbuchhändlerin Marianne Wasserburger den Verein „Leselust“. Kindern die Welt der Bücher nahe bringen, ist Kretschmer-Risché ein besonderes Anliegen.

Der OB bezeichnete Ute Kretschmer-Risché als eine „Institution in Rastatt“ und ein inspirierendes Beispiel für alle Bürger, sich für das Gemeinwohl und ihre Mitmenschen einzusetzen sowie für eine lebenswerte, freie, friedvolle und offene Gesellschaft einzustehen.

Die Geehrte selbst dankte in ihrer Rede sichtlich gerührt vielen Wegbegleitern. Prägend für ihre Einstellung, ihre Toleranz und ihr Engagement seien in erster Linie ihre Eltern gewesen. Sie seien als Vertriebene, als Flüchtlinge in ein Deutschland ohne Willkommenskultur gekommen. Ihr Vater habe stets gesagt, dass es egal sei, wie ein Mensch aussehe, woher er komme oder was er habe. „Sieh den Menschen“ habe er ihr geraten. Das tut Ute Kretschmer-Risché.

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