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Biologisches Gutachten

Erländersee in Hügelsheim bleibt vorerst weiter gesperrt

Die Ergebnisse der Gewässerproben aus dem Erländersee in Hügelsheim sollen am Mittwoch vorliegen. Wegen eines großen Algenteppichs war der See in der vergangenen Woche für den Badebetrieb gesperrt worden.

Gesperrt: Im Erländersee bleibt der Badebetrieb wegen der Algenbildung zumindest bis Mittwoch verboten. Dann sollen die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Die deutlich rückläufigen Temperaturen in den vergangenen Tagen spielen den Verantwortlichen in die Karten. Denn: Der Erländersee in Hügelsheim bleibt zumindest bis Mittwoch für den Badebetrieb geschlossen. In der vergangenen Woche war der See gesperrt worden, nachdem ein großer Algenteppich im Uferbereich sechs bis acht Meter in den See hineinragte.

Am Montag waren die Algen zwar weitgehend verschwunden, das Gesundheitsamt nahm aber Proben von dem Gewässer: „Bis Mittwoch sollen die Ergebnisse vorliegen”, sagt Bürgermeister Reiner Dehmelt. Dabei gelte es zu klären, ob die Algen eine toxische Wirkung aufweisen.

Bürgermeister führt Algen auf extreme Trockenheit zurück

„Im Moment wird aber ohnehin kaum jemand Baden wollen zumal das Wasser auch ziemlich abgekühlt ist”, wie Dehmelt bei dem Vor-Ort-Termin am Montag konstatierte. Der Bürgermeister verweist darauf, dass der offizielle Badebetrieb ohnehin mit Ende der Sommerferien seinen Abschluss finden soll. Die Sperrung habe er als Vorsichtsmaßnahme veranlasst: „Wir wollten hier nicht pokern.”

Den Algenteppich führt Dehmelt auf die extreme Trockenheit in den vergangenen Monaten zurück. Und er erinnert sich an das Jahr 2003, wo es ähnlich trocken gewesen sei und sich ebenfalls eine Algenbildung in großem Stil entwickelt habe. Einträge durch die Landwirtschaft seien in der geschlossenen Einheit des Sees nicht erfolgt, dafür sei viel Laub im Wasser, wodurch auch Schwefelgase freigesetzt würden, sagt Dehmelt.

Der Bürgermeister will dem Gemeinderat die Anfertigung eines biologischen Gutachtens vorschlagen, um daraus Erkenntnisse für mögliche Gegenmaßnahmen zu gewinnen - gerade weil angesichts des Klimawandels auch in den kommenden Jahren mit wärmeren Temperaturen im Sommer gerechnet werden müsse.

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