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75 Jahre BNN

Die letzte ihrer Art: 1974 beginnt der Bau der Staustufe Iffezheim

1974 beginnt der Bau der Iffezheimer Staustufe. Sie sollte lediglich die erste von drei Staustufen am mittleren Oberrhein sein – doch in Neuburgweier und Germersheim rollen die Bagger nie los.
6 Minuten
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„Das ist wie eine Autobahn, nur eben für Schiffe.“ Boris Hammerle steht auf dem Iffezheimer Schleusenturm und blickt ins Oberwasser. Vor ihm zieht sich der Rhein wie ein breites Band in Richtung Basel. Allein die Fahrrinne ist hier bis zu 400 Meter breit.

Der Leiter der Iffezheimer Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts dreht sich um, schaut nun nach Norden – keine zwei Kilometer entfernt spannt sich die Wintersdorfer Brücke über den Rhein, in der Ferne kann man Karlsruhe erahnen. Hier im Unterwasser ist der Fluss ungezügelter, kein gerader Streifen. Und doch: Von der Wildheit, die Vater Rhein einstmals auszeichnete, ist auch hier nicht mehr viel zu spüren.

Im Herbst 1974 beginnt das vorerst letzte Kapitel der Bändigung des Stroms, der so viele Dichter inspirierte: Die Staustufe Iffezheim entsteht mit Schleuse, Kraftwerk, Querdamm und Wehr. Drei Jahre lang walzen sich Bagger durch das Rheinvorland. Einer, der von Anfang bis Ende dabei war, ist Heinrich Armbruster. Inzwischen ist er knapp 80, als es 1974 in Iffezheim losgeht, hat er bereits eineinhalb Jahre Projektplanung hinter sich. „Das ist mein Lebenswerk“, sagt der weißhaarige Mann, der zwar seit 17 Jahren in Rente ist, aber bis heute das historische Bildarchiv der Bundeswasserstraßen pflegt.

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