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„Steigende Inzidenz wäre der Supergau“

So soll die „Große Woche“ unter neuer Regie in Iffezheim stattfinden

Baden Galopp, neuer Betreiber der Galopprennbahn in Iffezheim, hat am Montag den Gemeinderat über seine bisherige Arbeit und die „Große Woche“ informiert. Nach aktuellem Stand sind 8.000 bis 10.000 Zuschauer pro Renntag erlaubt.

Der Countdown läuft: Am 29. August beginnt auf der Galopprennbahn in Iffezheim die erste „Große Woche“ unter neuer Regie. Betreiber Baden Galopp hofft, dass es hinsichtlich der Zuschauerzahlen bei der aktuell möglichen Auslastung der Anlage von 60 Prozent bleibt. Foto: Ralf Joachim Kraft

Der Countdown für die erste „Große Woche“ unter der Regie von Baden Galopp läuft. Der Online-Ticketverkauf für das Galopp-Meeting in Iffezheim beginnt nächsten Monat. Ob es bei der Veranstaltung vom 29. August bis 5. September eine Tageskasse geben wird?

„Das ist aktuell noch nicht zu sagen. Wir warten jetzt erst mal ab und schauen, wie unser Hygienekonzept angenommen wird“, erklärte der geschäftsführende Baden Galopp-Gesellschafter, Stephan Buchner, in der Gemeinderatssitzung am Montag.

„Der Supergau wäre, wenn – nachdem das Konzept akzeptiert wurde und die Tickets verkauft sind – die Inzidenz steigt. Das verdränge ich im Moment“, so Buchner.

Mit Blick auf die derzeitige Corona-Verordnung des Landes erklärte er, dass nach aktuellem Stand von einer 60-prozentigen Auslastung der Anlage auszugehen sei.

Das heißt, es wären 8.000 bis 10.000 Zuschauer pro Renntag erlaubt. Es bestehe Maskenpflicht. Zugang erhalte nur, wer nachweislich geimpft, genesen oder getestet ist.

Aktuell wäre 60-prozentige Auslastung möglich

Die vier Renntage „Sonntag, Mittwoch, Samstag und Sonntag“ waren laut Buchner „organisatorisch gerade noch zu stemmen“. Drei der vier Renntage seien eingebettet in das PMU-Programm, das Programm eines französischen Wettanbieters.

„Die jeweils vier ersten Rennen werden von dem französischen Wettanbieter bezahlt. Wir erhalten eine Provision“, erklärte Buchner.

Geplant seien insgesamt 46 Rennen (zweimal elf und zweimal zwölf Prüfungen). Darunter sind sechs Grupperennen. Meeting-Höhepunkt wird am Sonntag, 5. September, der 149. Longines Großer Preis von Baden sein. Ein weiteres Highlight ist bereits am Mittwoch, 1. September, das Sprintrennen um die „Goldene Peitsche“.

Unter den 46 Rennen sind sechs Grupperennen

Im Rückblick spannte Buchner den Bogen vom Erstkontakt mit der Gemeinde im Januar über den Abschluss des Pachtvertrags Ende März bis zur Übernahme des Rennbetriebs zum 1. April.

„Wir haben vom Vorgänger Baden Racing nur das Mobiliar, die Maschinen und die Telefonnummern übernommen, sonst nichts“, berichtete Buchner. „Nach und nach haben wir alles selbst aufgebaut.“

Aktuell beschäftige Baden Galopp vier Grünpfleger und zwei Frauen im Büro. Ab 1. August komme noch eine Halbtagskraft hinzu. Der Unternehmer und Hauptinvestor Peter Gaul arbeite ehrenamtlich mit.

„Ich selbst erledige meine Aufgaben nebenher. Aufs Jahr gerechnet sparen wir so fast 200.000 Euro Personalkosten“, betonte der Rechtsanwalt.

Aufs Jahr gerechnet sparen wir fast 200.000 Euro Personalkosten.
Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter

Um die Personalplanung für die Renntage kümmert sich die Parkwache Fuchs. Das Catering auf der Bénazet-Tribüne übernimmt eine Firma aus Mainz. Und das Platz-Catering liegt in Händen der Firma Huber.

Da Baden Galopp den Fokus auf den Rennsport legt, ist das Rahmenprogramm eher Beiwerk. Das Ponyreiten fällt laut Buchner aus. Der Kindergarten bleibe nicht zuletzt aufgrund des Zustands der Spielgeräte geschlossen.

„Sicher werden wir auch etwas für Kinder anbieten“, antwortete Buchner auf die Frage nach dem Kinderprogramm. „Aber Rennen können auch für die Kleinen spannend sein. Wir möchte sie dafür begeistern.“

Rennen können auch für Kinder spannend sein.
Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter

Die Sponsorengespräche verliefen Buchners Angaben zufolge erfolgreich: „Wir haben auch schon neue Sponsoren dazugewonnen.“

Der Förderverein habe seine Arbeit aufgenommen und erfahre viel positive Resonanz. Zum Thema Bahnpflege teilte der geschäftsführende Gesellschafter mit, dass es schon mehrere Termine mit externen Beratern gegeben habe.

Ein Traum sei die sanierte Sandtrainingsbahn. Sie sichere den Trainingsstandort und sei auch im Sinne des Tierwohls. Gefragt nach Buchungen für Drittveranstaltungen wie Hochzeiten, erklärte Buchner: „Sie leiden noch unter der pandemiebedingten Unsicherheit.“

Ab 2022 wolle man offensiv an dieses Thema herangehen. Und wie viele Messen wird es künftig geben? Buchner: „So etwa vier bis fünf übers Jahr verteilt.“

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