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Start im April geplant

In Gewerbegebiet in Durmersheim entsteht ein Tierkrematorium

Soll der Kadaver des verstorbenen Haustieres in die Tierkörperbeseitigungsanstalt? Viele Tierhalter bevorzugen eine Einäscherung der geliebten Katze oder des Hundes. Darauf setzt auch das Unternehmen Anubis in Karlsruhe und Neuhausen-Egg. Im April soll ein eigenes Tierkrematorium in Durmersheim in Betrieb gehen.

Christian Richers zeigt einen aufklappbaren Bilderrahmen. Im Innern kann ein Säckchen mit der Asche des verstorbenen Tieres aufbewahrt werden. Außen prangt ein Erinnerungsbild. Foto: Bernd Kamleitner
Im Gewerbegebiet Malscher Straße in Durmersheim entsteht ein Tierkrematorium. Im Laufe des Aprils soll es in Betrieb gehen, kündigt Christian Richers von Anubis Tierbestattung an. Bislang werden die verstorbenen Tiere, die dem Unternehmen anvertraut werden, noch in einem Partner-Krematorium in Ludwigshafen eingeäschert.

Vielen Menschen fällt der Abschied von der geliebten Katze oder dem Hund sehr schwer. Soll der Kadaver wirklich mit Schlachtabfällen in der Tierkörperbeseitigungsanstalt landen und weiter verarbeitet werden? Viele Tierfreunde suchen daher nach einer Alternative zur gesetzlichen Tierverwertung oder dem Tiergrab auf dem eigenen Grundstück.

Spezialisiert auf die Bestattung geliebter Haustiere

Diese Erkenntnis führte im Jahr 1997 zur Gründung von Anubis, einem bundesweit tätigen Unternehmen, das sich auf Feuer- und Erdbestattungen von Tieren spezialisiert hat. Im Raum Karlsruhe hat Richers im Jahr 2010 diese Aufgabe als Franchisenehmer übernommen und ein Servicebüro eröffnet. Zwei Jahre später folgte ein Ableger in Calw, der inzwischen nach Neuhausen-Steinegg im Enzkreis umgezogen ist. Das Büro in Karlsruhe zählt laut Richers auch Mittelbaden zu seinem Einzugsgebiet.

In der Halle sind auch Verabschiedungsräume geplant

In der Halle in Durmersheim werde es zudem Verabschiedungsräume und ein Büro geben, erläutert der Inhaber. Der Verbrennungsofen ist mit Filtern ausgestattet. „Die Einäscherung erfolgt bei eine Temperatur von mindestens 850 Grad“, sagt Richers. Geplant sei zunächst ein Acht-Stundenbetrieb des Tierkrematoriums. Theoretisch sei eine Rund-um-die-Uhr-Einäscherung möglich.

Inhaber: Betrieb hat keine Auswirkungen auf Umgebung

Der Betrieb habe keinerlei Auswirkungen auf die Umgebung. „Wenn Sie es nicht wissen, sehen sie nicht, dass da ein Tierkrematorium steht“, erläutert Richers, der auch auf der Messe „Mein Hund“ am Wochenende in Rastatt mit einem Stand vertreten war.

Vielfältiges Angebot an Urnen

Zu Beginn seiner Tätigkeit als Tierbestatter hätten Tierfreunde auf Messen oft etwas verschreckt auf seine Anwesenheit reagiert. Inzwischen seien die Menschen für das Thema viele offener, berichtet Richers. „Jeder weiß, dass einmal der Punkt kommt, an dem man Abschied nehmen muss.“ Das Angebot an Urnen für die Asche des Stubentigers oder von Bello ist vielfältig.

Auf der Hundemesse in Rastatt zeigte Richers unter anderem einen hölzernen Bilderrahmen, der aufklappbar ist. Von außen sieht der Betrachter das Bild des verstorbenen Tieres, im Innern kann das Säckchen mit der Asche aufbewahrt werden.

Auch Asche-Medaillons sind als Erinnerungsstück möglich

Aus den sterblichen Ascheresten würden auf Wunsch des Tierhalters auch Aschemedaillons hergestellt. „Auch ein Diamant kann daraus gemacht werden“, verweist Richers auf eine Vielzahl an Erinnerungsstücken.

Anubis steht in der ägyptischen Mythologie für den Gott, der die Toten auf ihrem Weg ins Totenreich begleitete, heißt es auf dem Flyer des Tierbestatters. Zudem sei der Gott der treue Wächter ihrer Grabstätten gewesen. Auch Tiere seien schon im alten Ägypten würdig bestattet worden.

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