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Pädagogische Fachkräfte der städtischen Kindergärten blieben mit Familien in Kontakt

Kitas leisten auch in der Zwangspause Bildungsarbeit

Der Leiter der städtischen Kinderbetreuung, Jörg Böhmer, und die Leiterinnen der vier städtischen Kindergärten haben am Montag dem Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur einen Überblick über die frühkindliche Bildungsarbeit während der Notbetreuung gegeben.

Erzieher beim Videochat mit einem dreijährigen Kindergartenkind: Als er dem kleinen Mädchen ein Bild zeigt, meint sie: „Ich sehe alles verschwommen, aber nächste Woche sehe ich alles wieder gut.“ Um ihrem Auftrag trotz der Distanz nachzukommen und die Eltern zu entlasten, entwickelten die Fachkräfte viele kreative Ideen. Foto: Stadt Rastatt

„Den pädagogischen Fachkräften unserer vier städtischen Kindertageseinrichtungen war es vom ersten Tag an wichtig, dass der Kontakt zu den daheimgebliebenen Kindern und ihren Eltern auch während dieser Zeit bestehen bleibt“, betonte Jörg Böhmer.

Am Montag gab der Leiter der städtischen Kinderbetreuung im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur zusammen mit den Leiterinnen der vier städtischen Kindertageseinrichtungen einen Überblick über die frühkindliche Bildungsarbeit während der Notbetreuung.

Fachkräfte entwickeln viele kreative Ideen und entlasten die Eltern

Als ab dem 17. März die Kinder nicht mehr in ihre Kita gehen und mit ihren Erzieherinnen und Erziehern spielen und lernen durften, änderte sich für die Kleinen von einem Tag auf den anderen praktisch alles.

Zugelassen waren nur Gruppen der Notbetreuung für einen genau definierten Kreis von Berechtigen. „Damit sich die Familien nicht allein gelassen fühlten, riefen unsere Fachkräfte die Eltern regelmäßig an, waren für sie da, haben sie unterstützt und hatten vor allem ein offenes Ohr für ihre Anliegen“, sagte Böhmer. „Die Eltern nahmen die Ratschläge der Experten für Erziehung und frühkindliche Bildung gerne an“.

Um ihrem Auftrag trotz der Distanz so gut es geht nachkommen zu können, hätten die Fachkräfte viele kreative Ideen entwickelt und damit die Eltern entlastet, „denn viele Familien stellte die Schließung der Kitas vor neue Herausforderungen“, so Böhmer. Fragen, die in diesem Zusammenhang auftauchten, waren etwa „Wie spricht man mit den Kindern über das Corona-Virus?“, „Welche Strukturen brauchen Kinder im Alltag?“ oder „Welche Spiele eignen sich besonders gut für zu Hause?“

Die Angebote reichten nach Aussage der Kindergartenleiterinnen von Flyern zum Mitnehmen über die besagten Telefonate mit den Eltern bis zu etwa 40, teils recht langen Videochats mit den Kindern. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Erzieher einer Dreijährigen beim Chatten ein Bild zeigt – woraufhin das Mädchen meint: „Ich sehe alles verschwommen, aber nächste Woche sehe ich alles wieder gut.“

Ein paar Fälle fürs Jugendamt

An einer anderen Kita wurden Aktionskisten gepackt, aus denen sich die Kleinen bedienen konnten und dann ihren Spaß daran hatten, Wildblumen einzusäen, Papierkörbe zu basteln oder mit der bunten Wasserzauberei magische Momente zu erleben, „lauter kleine Dinge mit großer Wirkung“. Daneben wurden für die Kinder bilinguale Lernpakete geschnürt und auch das forschende Lernen in der Kita kam nicht zu kurz.

Wie Jörg Böhmer mitteilte, wurde auch präventive Arbeit gegen häusliche Gewalt geleistet. Nur in einem Fall musste dahingehend eingeschritten werden. Vier Familien konnten während der Zwangspause nicht erreicht werden. „Wo wir uns Sorgen machten, haben wir das Jugendamt eingeschaltet. Die Kinder kamen dann in die Notbetreuung“, so Böhmer.

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