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Auch kein verkaufsoffener Sonntag

Kuppenheim sagt Jahrmarkt kurzfristig ab – Schausteller abgesprungen

In Kuppenheim haben sämtliche Schausteller kurz vor dem Herbstjahrmarkt nächste Woche ihre Teilnahme abgesagt. Jetzt fällt der Jahrmarkt aus – wie auch der verkaufsoffene Sonntag.

Volle Innenstadt: In früheren Zeiten lockten Fahrgeschäfte und Markthändler die Besucher nach Kuppenheim. Die Stadt denkt nun über Alternativen nach.
Volle Innenstadt: In früheren Zeiten lockten Fahrgeschäfte und Markthändler die Besucher nach Kuppenheim. Die Stadt denkt nun über Alternativen nach. Foto: Frank Vetter (Archiv)

„Ein Jahrmarkt macht so keinen Sinn“, bewertet Bürgermeister Karsten Mußler (FW) den Umstand, dass sämtliche Schausteller, die in der Vergangenheit auf dem Kuppenheimer Herbstjahrmarkt vertreten waren, kurzfristig ihre Teilnahme für die Veranstaltung am 16. und 17. Oktober abgesagt haben – ohne eine Angabe von Gründen. Das traditionelle Angebot kommt nun auf den Prüfstand.

Neben den Schaustellern hatte nur eine geringe Anzahl an Markthändlern ihre Teilnahme fest zugesagt; in der Vergangenheit waren es zwischen 30 und 40. „Etwa zehn bis 15 Prozent sind schon früher einfach nicht gekommen“, erläutert der Rathauschef einen weiteren Grund, weshalb der Gemeinderat beschlossen hat, den Herbstjahrmarkt am 16. und 17. Oktober abzusagen.

Neben Jahrmarkt findet auch der verkaufsoffene Sonntag in Kuppenheim nicht statt

Auch der verkaufsoffene Sonntag findet deshalb nicht statt. „Wir hatten nur sechs Anmeldungen und die Aushängeschilder unseres Einzelhandels hätten ohnehin nicht mitgemacht“, so Mußler.

Für einen verkaufsoffenen Sonntag sei ein Zugpferd erforderlich – und ein Herbstjahrmarkt sei offensichtlich kein Zugpferd mehr. Einen neuen Termin für den gestrichenen verkaufsoffenen Sonntag gibt es nicht. „Unsere Mitarbeiter haben sich auch die Jahrmärkte in Rastatt und Gaggenau angeschaut, bei denen dieses Jahr weniger los war als sonst“, berichtet Mußler.

Vor diesem Hintergrund soll nun ein Arbeitskreis gebildet werden, der sich Gedanken über mögliche Alternativen zum Herbstjahrmarkt machen soll. Die Industrie- und Handelskammer habe eine Beratungsreihe für Kommunen und Einzelhandel im Angebot, die sich der Innenstadtbelebung widme. Daran sollen sich Vertreter der Stadt beteiligen, so der Bürgermeister.

Kleines Programm am Wochenende

Die Stadtverwaltung habe mit den örtlichen Vereinen, Organisationen und Vertretern des Einzelhandels, die sich am Herbstjahrmarkt beteiligen wollten, die neue Situation besprochen. Als Alternative laden Pfadfinder, die katholischen Frauen sowie die katholische öffentliche Bücherei (KÖB) St. Sebastian am Wochenende ein.

Das traditionelle Flammkuchenessen der Pfadfinder startet bereits am Samstag um 19 Uhr im Hof der Pfarrkirche St. Sebastian. Zudem gibt es Livemusik von Big B’s.

Am Sonntag, 16. Oktober, öffnen um 12 Uhr die katholischen Frauen ihre Kaffee-Stube im St.-Sebastian-Haus. Rund um den Kirchhof wird die KÖB ebenfalls ab 12 Uhr ihren Bücherflohmarkt anbieten und der Eine-Welt-Laden verkauft Fair-Trade-Produkte.

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