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Sorge um den CDU-Politiker

Landrat Toni Huber kämpft nach OP mit Komplikationen

Der Rastatter Landrat Toni Huber ist nach einer Operation seit Monaten krankgeschrieben. Im Juni wollte er seine Dienstgeschäfte wieder aufnehmen. Doch das klappt nicht.

Bild eines glücklichen Siegers: Im März 2019 wählte der Kreistag Toni Huber (rechts) zum Nachfolger von Jürgen Bäuerle als Landrat. Foto: Janina Keller

Sorge um Toni Huber: Der Rastatter Landrat hatte sich bereits im vergangenen Sommer einer Operation unterzogen. Seitdem ist er nicht mehr öffentlich aufgetreten. Am Freitag teilte die Pressestelle des Landratsamts mit, dass seine Rückkehr weiter auf sich warten lassen wird. Ein möglicher Zeitpunkt, wann der 56-Jährige seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen könnte, wird in der Mitteilung nicht genannt.

Was als Routineeingriff geplant war, hat offenbar folgenschwere Nachwirkungen. Im September vergangenen Jahres hatte das Landratsamt darüber informiert, dass sich Huber (CDU) während seines Urlaubs einem schon länger geplanten Eingriff unterzogen habe. Im Nachgang sei es zu Komplikationen bei der Wundheilung gekommen.

Zwischenzeitlich im Homeoffice tätig

Der Landrat musste daraufhin erneut stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Prognose der Ärzte lautete damals, dass Huber bis Jahresende seinen Dienst wieder aufnehmen könne – wenn es nicht erneut zu Komplikationen komme.

Ins Büro kehrte Huber in den folgenden Wochen zwar nicht zurück, seine Amtsgeschäfte nahm er aber von zuhause aus nach und nach wieder auf. Ab Mitte November nahm er an Videokonferenzen teil. Die Pressestelle ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass er Mitte Januar wieder vor Ort sein werde.

Der Genesungsprozess geht langsamer voran als erhofft.
Aus einer Mitteilung des Landratsamts

Dieser Zeithorizont spielte auch bei einer wichtigen Weichenstellung für Mittelbaden eine Rolle: der Entscheidung über den Neubau eines Zentralklinikums. Der Grundsatzbeschluss im Kreistag hätte nach ursprünglicher Planung noch im Jahr 2020 fallen sollen. Doch weil die Corona-Pandemie die vorgesehenen öffentlichen Infoveranstaltungen verhinderte, verzögerte sich die Entscheidung.

Sowohl die Mitglieder des Kreistags als auch des Klinikums sahen das mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Als positiven Aspekt werteten sie, dass Huber als Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums dann wenigstens wieder an der Entscheidung mitwirken könne.

Für Juni geplante Rückkehr von Toni Huber verzögert sich

Doch daraus wurde nichts. Als der Kreistag am 23. Februar entschied, war Huber nicht mit dabei. Im März teilte das Landratsamt mit, dass er sich wegen erneuter Komplikationen einer zweiten Operation unterziehen müsse und voraussichtlich weitere drei Wochen nicht im Dienst sein könne.

Seitdem gab es keine weitere Info – bis zu diesem Freitag. Abermals schreibt die Pressestelle von „erneuten Komplikationen“. Die Erholung vom Eingriff im März dauere länger als angenommen: „Der Genesungsprozess von Landrat Toni Huber geht nach seiner Operation vom vergangenen Monat langsamer voran als erhofft.“ Zwischenzeitlich sei die Rückkehr Hubers für Juni geplant gewesen. Doch dies werde sich weiter verzögern.

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