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Merkwürdige Kommunikationspanne

Mutmaßlicher Missbrauch von Wintersdorf: Widersprüche bei Zeugenaussagen

Nach der Entlassung des Verdächtigen im mutmaßlichen Missbrauchsfall von Wintersdorf wendet sich die Staatsanwaltschaft erneut mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. Viel Neues steht nicht darin. Sie wirft aber trotzdem Fragen auf.

Die Türen stehen offen: In diesem Kindergarten in Rastatt-Wintersdorf arbeitete der Verdächtige seit 2017 als Erzieher. Foto: Holger Siebnich

Die Staatsanwaltschaft hat einige wenige neue Informationen zum mutmaßlichen Missbrauch von Wintersdorf preisgegeben.

In einer erneuten Pressemitteilung zur Haftentlassung des 50-jährigen Verdächtigen heißt es, dass sich bei der neuerlichen Befragung mehrerer betroffener Kinder „derzeit nicht behebbare Widersprüche beziehungsweise aussagepsychologische Auffälligkeiten“ ergeben hätten.

Auf Nachfrage der BNN konkretisiert Staatsanwalt Michael Klose, dass damit „Angaben zu den mutmaßlichen Taten beziehungsweise zu Tatabläufen“ gemeint sind. Mehr wolle er dazu nicht ausführen.

In der Mitteilung wird zudem betont, dass mit der Freilassung des verdächtigen Erziehers das Ermittlungsverfahren „nicht eingestellt“ ist. Vielmehr soll es weitere Vernehmungen und Überprüfungen geben, um „die weiterhin im Raum stehenden Tatvorwürfe aufzuklären“. Der Beschuldigte hat indes, so die Staatsanwaltschaft, die Vorwürfe immer bestritten.

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft verschwunden

Dass es überhaupt eine sogenannte Nachtragsmeldung gegeben hat, obwohl sich am Sachstand nichts geändert hat, liegt daran, dass die ursprüngliche Pressemitteilung „aus ungeklärten Umständen“ von der Homepage der Staatsanwaltschaft gelöscht wurde.

„Der Grund dafür ist für uns unerklärlich. Sie wurde von keinem Mitarbeiter gelöscht“, so Klose gegenüber den BNN. Er vermutet, dass es Probleme bei einem Update gegeben haben könnte. Zur Möglichkeit eines Hacks der Seite äußert sich Klose nicht.

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