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Sür folgt auf Stößer

Neuer Betriebsratsvorsitzender bei Daimler in Rastatt

Murat Sür wird neuer Betriebsratsvorsitzender bei Daimler in Rastatt. Er tritt die Nachfolge von Michael Stößer an, der vor wenigen Tagen wegen interner Querelen zurückgetreten war. Am Daimler-Standort in Wörth werden indes im Juli 100 Zeitarbeiter in die Festanstellung übernommen.

Bei Daimler in Rastatt gibt es einen neuen Betriebsratsvorsitzenden. Murat Sür folgt auf Michael Stößer. Foto: dpa

Ein neuer Betriebsratsvorsitzender für das Daimler-Werk in Rastatt ist gefunden. Murat Sür folgt auf Michael Stößer, der das Amt vor wenigen Tagen – nach nur einem Jahr – niedergelegt hatte. Durch den Wechsel sei das Gremium in seiner Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt, hieß es in einer Mitteilung des Betriebsrates.

Interne Querelen

Der Rücktritt von Stößer steht nach BNN-Informationen im Zusammenhang mit den Verhandlungen des Betriebsrates mit der Werksleitung über eine Auslagerung bestimmter Geschäftsbereiche am Standort Rastatt. Stößer räumte interne Differenzen im Gremium ein, wollte weitere Details aber auf Anfrage nicht kommentieren. In Rastatt soll, wie bereits an anderen Daimler-Standorten, die Logistik ausgelagert werden.

In der jüngsten Mitteilung des Betriebsrates heißt es nun: „Wider gegenteiliger Berichterstattung ist es das Anliegen des Betriebsrates, gemeinsam zukunftsfähig die Beschäftigten und ihre Interessen am Standort zu vertreten.“ Stößer war intern eine zu große Nähe zur Standortleitung vorgeworfen worden.

Nun soll Sür die Richtung im Betriebsrat vorgeben. Er arbeitet bereits seit mehr als 25 Jahren bei Daimler und war zuletzt in der Dauernachtschicht der Zentralen Nacharbeit tätig.

Zeitarbeiter werden in Wörth übernommen

Positive Nachrichten gab es vom Daimler-Standort in Wörth. Der Autobauer übernimmt dort im Juli 100 Zeitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Darauf habe sich die Werksleitung mit dem Betriebsrat geeinigt, wie der Konzern mitteilte.

Die neuen Arbeitsplätze im größten Lkw-Werk des globalen Produktionsnetzwerkes von Mercedes-Benz Lkw sollen vor allem in den Montagebereichen des Fahrerhausinnenausbaus, des Chassis und in der Vor- sowie Endmontage entstehen. Laut Daimler wurden seit dem Jahr 2005 knapp 2 600 Zeitarbeitnehmer am Standort Wörth fest eingestellt.

Sehr gute Perspektive für ihre Lebensplanung

„Allein in den letzten beiden Jahren haben wir insgesamt 375 Zeitarbeitnehmer fest eingestellt. Mit einem festen Job im Mercedes-Benz Werk Wörth haben sie eine sehr gute Perspektive für ihre Lebensplanung“, sagt Standort-Leiter Matthias Jurytko.

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