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Geldinstitut zieht nicht ein

Neues Gesundheitszentrum „Anker-Arkaden“ in Rastatt: Sparkasse braucht nun doch keine neuen Büros

Moderne und Denkmalschutz - das geht beim Gesundheitszentrum „Anker-Arkaden“ in Rastatt Hand in Hand. Jetzt stehen die ersten Mieter fest.

Baustelle im Herzen der Stadt: Neben dem denkmalgeschützten „Anker“ (links) entsteht der Anbau. Der Pfarrgarten (unten) dient zurzeit als Lagerfläche.
Neben dem denkmalgeschützten „Anker“ (links) entsteht der Anbau. Der Pfarrgarten (unten) dient zurzeit als Lagerfläche. Foto: Sparkasse

Corona hat einiges verändert – auch die Planungen der Sparkasse Rastatt-Gernsbach für ihr Gesundheitszentrum „Anker-Arkaden“ im Herzen der Stadt. Das Geldinstitut wird entgegen ersten Planungen dort doch nicht einziehen. So gut wie voll belegt sind die Gewerbeeinheiten aber trotzdem.

Bis zum Sommer 2024 soll das Gesundheitszentrum fertiggestellt sein. Darin eingeschlossen ist nicht nur der neue Anbau entlang der Dreherstraße, sondern auch der denkmalgeschützte ehemalige „Anker“. Sparkassenchef Ulrich Kistner hat jetzt gegenüber unserer Redaktion die ersten Namen von Mietern verraten. Quasi „Ankermieter“ wird das ambulante Reha-Zentrum Mittelbaden, das derzeit noch in der Weststadt untergebracht ist.

Mehr als 1.000 Quadratmeter wird der Betrieb für therapeutische Leistungen nutzen – durchgängig im ersten Obergeschoss. 30 Mitarbeiter des Reha-Zentrums – Tendenz steigend – würden dann in der Innenstadt ihren Arbeitsplatz haben, kündigt Kistner an. Im Erdgeschoss des „Ankers“ wird sich ein Allgemeinmediziner niederlassen, dessen Namen noch nicht genannt wird.

Im Erdgeschoss des Anbaus wird das Bühler Sanitätshaus Stinus eine Niederlassung eröffnen. Auf der Suche ist die Sparkasse noch nach einer Bäckerei mit Café. Im zweiten Obergeschoss wird eine Rastatter Hautarztpraxis einziehen.

Angestellte arbeiten und wohnen in den Anker-Arkaden

Das dritte Obergeschoss ist neun Wohnungen vorbehalten mit Wohnflächen zwischen 51 und 115 Quadratmetern. Kistner hat dabei nach eigenen Worten gerne eine Idee der neuen Mieter aufgegriffen: Angestellte der Betriebe arbeiten in den Anker-Arkaden nicht nur, sondern sie wohnen dort auch. Ein Drittel der Wohnungen sind nach diesem Muster bereits belegt; weitere könnten folgen.

Die Sparkasse selbst wird nun nicht wie zunächst geplant eine Fläche von 200 Quadratmetern für rund 18 Mitarbeiter nutzen, kündigt der Vorstandsvorsitzende an. Da mittlerweile ein Drittel der Belegschaft mobiles Arbeiten praktiziere, sei der Bürobedarf nicht mehr gegeben, sagt Kistner.

Auch die benachbarte katholische Kirchengemeinde – eventuell mit ihrer Verrechnungsstelle – wird nicht einziehen, wie es mal erwogen worden war. Der aktuelle Reformprozess in der Erzdiözese habe entsprechende Überlegungen gestoppt.

Entwicklungsmöglichkeiten bestehen trotzdem noch. Der Pfarrgarten von St. Alexander, der vor vielen Jahren schon mal ins Kalkül gezogen wurde, könnte später immer noch bebaut werden. Die Grünfläche nutzen die Baufirmen derzeit als Lager. Spätestens bis zum Pfarrfest soll der Pfarrgarten aber wieder hergerichtet sein.

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