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Testaktion für alle Erzieherinnen

Corona-Fall in Ötigheimer Kindergarten treibt Eltern um

Eine Mitarbeiterin des Don Bosco Kindergartens in Ötigheim ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle weiteren Test bei Mitarbeitern sind bisher aber negativ.

Alles wird gut: Darauf hoffen derzeit die Eltern des Don Bosco-Kindergartens in Ötigheim und nicht zuletzt die Kolleginnen der positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeiterin. Foto: Chris Heinemann

Von unserem Mitarbeiter Chris Heinemann

Der erste bestätigte Fall einer mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiterin eines Ötigheimer Kindergartens hat die Elternschaft alarmiert. Da die Mitarbeiterin auch dienstliche Kontakte zu anderen Kinderbetreuungseinrichtungen im Ort unterhielt, bestand zunächst der Verdacht, dass die Infektion weitergetragen worden sein könnte. Das hat sich bis Freitagabend jedoch nicht bestätigt.

Wie Bürgermeister Frank Kiefer auf Nachfrage sagte, haben sich viele Eltern mit drängenden Fragen an die Elternbeiräte gewandt. Andere hätten bei Ärzten nachgefragt, und auch im Gesundheitsamt seien Anrufe besorgter Mütter und Väter eingegangen

Gemeinde hat sofort alle Eltern des Kindergartens wegen des Corona-Tests informiert

Bereits am Donnerstagabend hatte der Bürgermeister zu Beginn der Gemeinderatssitzung öffentlich gemacht, dass eine Mitarbeiterin des Don Bosco-Kindergartens positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Laut Rathauschef hat die Gemeinde am Mittwochmorgen von dem Testergebnis erfahren.

Daraufhin habe man sofort reagiert und sowohl die Eltern als auch den Gemeinderat noch am selben Tag schriftlich informiert, so der Bürgermeister. Zwei in den beiden anderen Kindergärten ermittelte Kontaktpersonen wurden „gleich heimgeschickt“.

Bei einer Kontaktperson sei der Test negativ ausgefallen, eine andere wartete am Freitag noch auf das Ergebnis. Darüber hinaus nahmen alle 15 Erzieherinnen des Don Bosco-Kindergartens das Angebot an, sich bei einer örtlichen Arztpraxis auf Gemeindekosten testen zu lassen.

Alle Tests seien negativ, bis auf zwei, deren Ergebnisse noch ausstünden, teilte Martina Ganther vom Büro des Bürgermeisters gestern mit.

Gemeinde will den Kindergarten Don Bosco nicht schließen

Von einer Schließung des Kindergartens Don Bosco sah die Gemeinde nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ab. Für eine solch radikale Maßnahme habe die Behörde nach Prüfung der Umstände keine ausreichende Begründung gesehen.

Trotzdem verzeichnete der Don Bosco-Kindergarten am Donnerstag einen akuten Einbruch der Kinderzahlen: Von den insgesamt 100 Plätzen waren nach Auskunft des Bürgermeisters nur noch zehn belegt. Über die Entwicklung am Freitag konnte er keine Angaben machen. „Man sieht, dass die Eltern sehr vorsichtig sind, und wir sind froh, dass sorgsam miteinander umgegangen wird“, kommentierte Frank Kiefer.

Alle wüssten, dass mit solch einem Fall immer gerechnet werden müsse, weil das Coronavirus weiterhin kursiere, so der Bürgermeister. Aus dem aktuellen Fall werde die Gemeinde zusammen mit dem Gesundheitsamt auch für die kommenden Wochen und Monate lernen.

Er fügte hinzu: „Die Vorsicht der Eltern ist für mich auch ein Zeichen, wie wir unter Umständen in Zukunft reagieren werden.“ Zugleich appellierte er eindringlich an die Eltern, weiter alle bekannten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten und über Veränderungen im Familienkreis sofort zu informieren.

„Wir waren mutig beim Wiederöffnen der Einrichtungen und werden genauso mutig sein, sie wieder zu schließen, wenn es nötig sein sollte“, bekräftigte Kiefer.

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