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Wohl wegen hoher Abflussmenge

PFC-Konzentration in Rastatter Fließgewässern ist gesunken

Das Umweltamt im Landratsamt Rastatt hat, wie in den Vorjahren, auch 2019 ein umfangreiches Oberflächengewässer-Monitoring durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz der Stadt Baden-Baden und dem Gesundheitsamt wurden kreisübergreifend insgesamt 61 Messstellen in Fließgewässern, 32 Seen und zehn Kläranlagenabflüsse auf PFC untersucht.

Auch das Wasser war bei Proben - hier ein Symbolbild - im Kreis Rastatt durch PFC-Belastungen aufgefallen. Foto: Patricia Klatt

Dies teilte das Landratsamt Rastatt in einem Schreiben mit. Zusätzlich wurde durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) auch eine Abflussmessung an ausgewählten Standorten durchgeführt, sodass auch PFC-Frachten ermittelt wurden.

Der Bericht ist im Internet abrufbar . Da normierte Grenzwerte für Oberflächengewässer bisher nicht existieren, wurden die Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS) für Grund- und Trinkwasser zur Orientierung herangezogen.

An sechs Messstellen Werte überschritten

Bei einer Bewertung als Grund- und Trinkwasser zeigt sich bei sechs Messstellen im Rheinniederungskanal sowie sechs Messstellen in Seen eine Überschreitung der GFS-Werte. Im Vergleich zu den Daten aus dem Jahr 2018 sind die PFC-Konzentrationen in den Fließgewässern geringer, was vermutlich auf einen erhöhten Abfluss zum Zeitpunkt der Probenahme zurückzuführen ist, vermutet das Landratsamt Rastatt.

Insgesamt sind die gemessenen Werte in Fließgewässern, Seen und Kläranlagen der vergangenen fünf Jahre relativ konstant, unterliegen aber, so die Mitteilung abschließend, wetterbedingten Schwankungen.

PFC: Das Gift in uns

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