Skip to main content

Haushalt 2024

Rastatt wird in den nächsten Jahren investieren wie nie

Es war der letzte Etat-Entwurf, den Hans Jürgen Pütsch als OB von Rastatt im Gemeinderat einbrachte. Und der hat es in sich.

Gebäude
Im sanierten SWI-Gebäude in der Karlstraße soll jetzt noch ein Kindergarten untergebracht werden. Eine der größeren Investitionen im Jahr 2024. Foto: Hans-Jürgen Collet

Die Vorstellung des Etat-Entwurfs für 2024 hat Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (CDU) genutzt, um kurz vor Ende eine Amtszeit eine erste Bilanz vorzulegen. 245 Millionen Euro habe Rastatt in den vergangenen 16 Jahren seiner Amtszeit in die Entwicklung der Stadt investiert, bekannte der Rathaus-Chef nicht ohne Stolz vor dem Gemeinderat.

Und es geht gerade weiter. In den Jahren 2024 bis 2027 wolle man 183,3 Millionen Euro investieren, 121,1 Millionen davon in Baumaßnahmen, kündigte Pütsch an.

Die dicksten Brocken im kommenden Jahr auf der Ausgabenseite: Kauf von Grundstücken und Sondervermögen (19 Millionen Euro, unter anderem Erwerb des Merzeau-Areals), Sportförderung (Investitionszuschüsse sowie Sportpark Münchfeld, 3,6 Millionen), Feuerwehrhaus Plittersdorf (zwei Millionen), Aufzüge Bahnhofsunterführung (1,8 Millionen), Kindergarten im SWI-Gebäude (1,3 Millionen), Umbau Hauptstraße Rauental (1,3 Millionen), Sanierung Philosophenweg/Jahnallee (eine Million).

An den Landkreis wird die Stadt nach jetzigem Stand rund 33,8 Millionen Euro an Kreisumlage überweisen müssen – ein satter Sprung von 26,9 Millionen in diesem Jahr.

Doch Kämmerer Wolfgang Nachbauer wird vermutlich nachlegen müssen. Denn nach BNN-Informationen will Landrat Christian Dusch (CDU) für die Etatberatung im Kreistag eine Anhebung des Kreisumlagesatzes von 28,5 auf 30 Prozent vorschlagen. Kommt es tatsächlich so, dann würden der Stadt Rastatt im nächsten Jahr weitere 1,8 Millionen Euro fehlen.

Die Große Kreisstadt geht nicht nur bei den Investitionen in die Vollen. Das Programm will man auch mit mehr Personal bewältigen. 28 neue Stellen meldet die Verwaltung beim Gemeinderat an. Die Personalkosten würden um 5,9 Millionen auf 55,7 Millionen Euro im kommenden Jahr klettern, vor allem bedingt durch die Tariferhöhungen.

Das ist mit großem Abstand unser Rekordergebnis
Hans Jürgen Pütsch
Oberbürgermeister von Rastatt

Das üppige Investitionsprogramm steht aktuell noch auf einem breiten finanziellen Fundament. Pütsch sagte, dass die Stadt in diesem Jahr voraussichtlich 97 Millionen Euro an Gewerbesteuer einnehmen werde – „mit großem Abstand unser Rekordergebnis“, verkündete der Verwaltungschef. Für 2024 kalkuliert Kämmerer Wolfgang Nachbauer mit Gewerbesteuereinnahmen von 60 Millionen Euro vorsichtiger.

Auf Rekordniveau liegt die Stadt auch bei den liquiden Mitteln. Quasi auf dem Girokonto liegen 155 Millionen Euro, sagte Pütsch.

Fünf Millionen Euro neue Schulden sind in Rastatt geplant

Im Ergebnishaushalt plant der Kämmerer im kommenden Jahr mit Ausgaben von 176,6 Millionen Euro. Fünf Millionen Euro neue Schulden will sich die Verwaltung genehmigen lassen. Trotzdem würde der Etat unterm Strich mit einem Defizit von 7,6 Millionen Euro abschneiden.

Den Haushalt verabschieden soll der Gemeinderat am 26. Februar.

nach oben Zurück zum Seitenanfang