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Brücke verzögert sich

Rastatter Tunnel: Unmut beim Infoabend der Bahn in Niederbühl

Die Bürger müssen noch länger auf die geplante Brücke über die Bahnstrecke beim Niederbühler Friedhof warten. Bahn-Projektleiter Frank Roser erklärte bei der Bürgerinformation zum Weiterbau des Rastatter Tunnels, dass durch die Ergänzung der Brücke durch einen Radweg eine erneute Ausschreibung nötig werde.

Irgendwann wird es so aussehen: Die Brücke beim Friedhof hätte längst gebaut werden sollen. Der Bahnübergang ist bereits entfernt. Doch beim Infoabend zum Rastatter Tunnel wird klar: Es verzögert sich. Foto: Deutsche Bahn (Simulation)

„Die Brücke wird dieses Jahr nicht mehr gebaut“, so Roser. Die Unterführung bei der Sporthalle werde indes wieder an der gleichen Stelle errichtet, sicherte der Sprecher zu. Außerdem werde erneut die Behelfsbrücke abgebaut, wenn der havarierte Bohrer aus dem Untergrund ausgegraben wird.

Maximaler Lärmschutz

Die wiederholte Verschiebung des Brückenbaus beim Friedhof sorgte für einigen Unmut bei den rund 80 anwesenden Bürgern. Sprecher von Bahn und Baufirmen schilderten die geplanten Arbeiten und legten Wert auf die Feststellung, dass man für einen maximalen Lärmschutz sorgen werde. Neben dem Baulärm beklagten einige Bürger das dauernde Piepsen der Laster, wenn sie rückwärts fahren. Auch dies werde mit Wänden gemindert, versicherte Großprojektleiter Philipp Langefeld. Erwin Scherer von der Firma Züblin verwies darauf, dass man den Betonmantel im Boden nicht aufmeißeln, sondern aufsägen werde. Das sei zwar teurer, aber eben deutlich leiser.

Angeregte Debatte: Bei der Bürgerinformation fühlten einige Niederbühler den Bahnvertretern auf den Zahn. Foto: Collet

Kritik an Baustelle

Mehrmals wurde die geplante Baustraße zur L77 kritisiert, die den Verkehr aus dem Ort heraushalten soll. Die Häuser in Randlage hätten dann den Lärm, hieß es. Außerdem seien Laster, die die Murgtalstraße kreuzen, eine Gefahr für Kinder auf dem Schulweg. Langefeld versicherte, dass man sich dieser Kreuzungssituation nochmals annehmen werde.

Bahn kündigt Sperrungen an

Frank Roser kündigte an, dass die Lücken im Lärmschutz der Bahnstrecke ab September geschlossen würden. Die beiden Häuser in der Ringstraße direkt an der Bahnlinie habe die Bahn inzwischen gekauft, diese würden abgerissen. Nach dem Ende des Baus wolle man die Grundstücke wieder verkaufen zur Wohnbebauung. Außerdem kündigte Roser an, dass die Ringstraße während der Bergung des Bohrers auf 50 Meter gesperrt werde, „aber jeder wird an sein Haus kommen“. Derweil sicherte er ein permanentes Lärmmonitoring zu.

Rastatter Tunnel

Sorgen machte sich ein Bürger, ob bei der Bergung des Bohrers Stoffe in die Erde sickern könnten. Scherer erklärte, die 12 000 Liter Schmierstoffe würden abgepumpt, die Firma Herrenknecht sei beim Abbau dabei.

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