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Saugen statt Schaffen

Kurzarbeit zwingt hunderte Daimler-Beschäftigte in Mittelbaden zum Nichtstun im Lockdown

Die strengen Regeln des Lockdowns lassen den Menschen in ihrer Freizeit aktuell wenig Spielräume. Die Rastatter Daimler-Beschäftigten haben gerade besonders viel Freizeit. Die Bänder im Werk stehen still. Betroffene erzählen, wie sie mit der Zwangspause umgehen.

Ein Bild aus arbeitsreicheren Tagen: Derzeit stehen die Bänder im Rastatter Benz-Werk still. Ursache sind Lieferengpässe bei Halbleitern. Foto: Uli Deck

David Eckert flüchtet sich in Humor: „Dann saugt man halt mal durch. Und vielleicht saugt man auch zweimal am Tag durch“, beschreibt er ironisch die Höhepunkte seines derzeitigen Alltags. Der 34-Jährige arbeitet im Daimler-Presswerk in Kuppenheim.

Wie hunderte Kollegen ist er von Kurzarbeit betroffen. Der Autobauer hat nach Ende der Weihnachtspause einen Großteil der Belegschaft an den Standorten Rastatt und Kuppenheim Mitte Januar gleich wieder nach Hause geschickt.

Finanziell fallen die Betroffenen weich. Der Tarifvertrag garantiert ihnen eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des Netto-Lohns. Aber die strengen Regeln des Lockdowns lasten wie Blei auf den freien Tagen. Eckert erledigt mit seiner selbstständigen Frau die Arbeiten im Haushalt und geht viel mit dem Hund rund um seinen Heimatort Bischweier spazieren.

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