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Daimler in der Krise

Wie Daimler-Mitarbeiter in Rastatt und Gaggenau auf den Sparkurs reagieren

Der Autokonzern muss sparen. Er kürzt die Arbeitszeit und streicht die Prämie. Viele Daimler-Mitarbeiter reagieren mit Verständnis - doch es gibt auch kritische Stimmen.

Ins Stocken geraten: Daimler fährt auch im Benz-Werk in Rastatt einen drastischen Sparkurs. Die Beschäftigten müssen auf Prämien verzichten. Foto: Hans-Jürgen Collet

Jedes Jahr im April können sich Daimler-Mitarbeiter über einen besonders dicken Gehaltszettel freuen. Dann zahlt der Konzern seinen Beschäftigten die sogenannte Ergebnisbeteiligung aus. Die Erfolgsprämie beträgt in guten Jahren mehrere tausend Euro. Doch 2021 fällt der Bonus flach. Das ist einer der Eckpunkte, auf den sich das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat in dieser Woche geeinigt haben. Die Belegschaft muss darüber hinaus weitere Einschnitte hinnehmen. Die Bereitschaft dazu scheint in Rastatt und Gaggenau vorhanden zu sein.

Ein Verwaltungsmitarbeiter aus Rastatt sagt: „Das Einsparpaket halte ich der aktuellen wirtschaftlichen Situation entsprechend für angemessen. Wo es kein Ergebnis gibt, gibt es halt auch keine Ergebnisbeteiligung.“ Wer mit seinem Daimler-Gehalt nicht klarkomme, mache etwas falsch. Natürlich tue weniger Geld in der Tasche weh. Aber das sei Jammern auf einem sehr hohen Niveau.

Ein anderer Mitarbeiter sagt gegenüber unserer Redaktion: „Ich habe schon nicht verstanden, dass es in diesem Jahr eine Ergebnisbeteiligung gab.” Der Kuppenheimer war schon in mehreren Standorten des Konzerns beschäftigt. Wie seine Kollegen bekam er im April 2020 einen Zuschlag von rund 1.000 Euro als Beteiligung am Unternehmensgewinn 2019. „Das war verwunderlich, weil wir zu dem Zeitpunkt ja schon Kurzarbeit hatten”, sagt er.

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