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Bundestagswahl

SPD-Politiker suchen auf dem Rastatter Marktplatz Dialog mit Bürgern

Der Ton im Bundestagswahlkampf wird schärfer. Die Grünen haben sich laut Gabriele Katzmarek disqualifiziert. Die Rastatter SPD-Bundestagsabgeordnete und Saskia Esken haben auf dem Marktplatz mit Bürgern gesprochen.

Dialog auf dem Marktplatz: SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek (rechts) und Bundesvorsitzende Saskia Esken unterhalten sich am Wahlkampfstand mit Bürgern. Foto: Dominik Schneider

Das Selfie gehört dazu – wie die rote Farbe zu den Sozialdemokraten: Nach dem Gespräch mit Saskia Esken am SPD-Wahlstand auf dem Rastatter Marktplatz zücken viele ihr Smartphone und lassen sich neben der Sozialdemokratin ablichten.

Die Parteivorsitzende hat mit der Rastatter Bundestagsabgeordneten Gabriele Katzmarek während der SPD-Dialogtour Halt auf dem Marktplatz gemacht. Esken vertritt den Wahlkreis Calw/Freudenstadt im Deutschen Bundestag. Rastatt ist für sie nicht unbekannt. „Der SPD Bezirk Nordbaden trifft sich oft hier“, erzählt sie.

Rente und Glaubwürdigkeit sind Themen

Das Motto der Tour ist „Gekommen, um zu hören“. Der SPD-Bus fährt jeden Sommer durch das Land. „Wir wollen damit die Arbeit der SPD-Fraktion vorstellen“, erklärt Katzmarek. Vor der Wahl im September biete sich das natürlich ganz besonders an und sei auch so etwas wie ein Abschluss.

„Dieses Mal hatten wir Glück, dass Saskia Esken mit dabei ist“, sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin der Partei. Die beiden Bundespolitiker werden vor allem auf die Themen Rente und die Glaubwürdigkeit der Kanzlerkandidaten angesprochen. Ihr klarer Favorit ist – natürlich – Olaf Scholz.

„Wenn ich nicht an Olaf glauben würde, stünde ich heute nicht hier“, sagt Katzmarek. Die Parteikollegin Esken sieht in Scholz einen kompetenten Bundeskanzler, insbesondere auch in wirtschaftlichen Belangen. Die SPD hat sich sehr früh auf einen Bundeskanzlerkandidaten Scholz festgelegt.

„Die Grüne haben keine Haltung bewiesen.
Gabriele Katzmarek, Bundestagsabgeordnete

Geht es nach der Ansicht von Gabriele Katzmarek wird ohnehin viel zu viel über die Personalfrage diskutiert. „Es geht aber um das Inhaltliche“, betont sie. Die Grünen haben sich ihrer Meinung nach mit der Wahl eines AfD-Verfassungsrichters in Baden-Württemberg disqualifiziert. „Die Grüne haben keine Haltung bewiesen“, sagt die 61-Jährige. Die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist für Katzmarek unreif. Es sei kaum auszudenken, wenn eine nationale Notlage ist, wie etwa die Corona-Pandemie, und das Land in so einer Hand sei.

SPD will mit Inhalt überzeugen

Die Sozialdemokraten wollen mit Inhaltlichem überzeugen. Die Schwerpunkte sind laut Esken gute Löhne. „Während der Corona-Pandemie hat man gesehen, dass es systemrelevante Berufe gibt, die nicht gut entlohnt werden“, erklärt sie. Von Applaus könne niemand leben. Auch bezahlbarer Wohnraum sei ein Thema wofür die Sozialdemokraten kämpfen. „Die Klimakrise ist ein inhaltlicher Punkt, ganz besonders vor dem Hintergrund der Unwetter-Katastrophe“, erklärt Esken.

Esken betont, dass Deutschland dabei eine Industriegesellschaft bleiben wird. „Wir erhalten und schaffen neue Arbeitsplätze“, so die SPD-Vorsitzende. Die Situation erinnert Esken an die Jahrhundertwende. Damals wurden strengere Grenzwerte zur Luft- und Wasserreinhaltung beschlossen. „Die Abwehr in der Industrie war sehr groß.“ Die Maschinen- und Anlagenbauer hätten aber Lösungen gefunden, die dem Standort Deutschland einen Weltmarktführerrolle bescherten.

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