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Ortstermin des Gemeinderates

Stadt Rastatt strebt Komplett-Nutzung des Postgebäudes mit bis zu 150 Arbeitsplätzen an

Die Rastatter Stadtverwaltung strebt eine Komplett-Nutzung des früheren Postgebäudes an. Es sollen dort bis zu 150 Arbeitsplätze eingerichtet werden. Die Kosten für die Umbauarbeiten lassen sich noch nicht beziffern.

Der Rastatter Gemeinderat besichtigt den rückwärtigen Bereich bei den Garagen, die künftig von städtischen Dienstfahrzeugen genutzt werden können. Foto: Ralf Joachim Kraft

Die kommunalen Verwaltungen werden immer größer. Ständig sind sie auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, um die wachsende Zahl an Beschäftigten unterzubringen. Der Stadt Rastatt ergeht es da nicht anders als dem Landkreis.

Bis zu 150 Arbeitsplätze hofft die Stadt einmal im früheren Postgebäude am Kapellenbuckel gegenüber der Schlossgalerie unterbringen zu können. Die Nutzfläche beträgt laut Verwaltung insgesamt 2.200 Quadratmeter.

Aktuell arbeiten in dem Gebäude bereits rund 30 Beschäftigte des Fachbereichs Gebäudemanagement. Bei einem Rundgang im Vorfeld der öffentlichen Gemeinderatssitzung informierten Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (CDU) und der Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement, Markus Jülg, die Mitglieder des Gemeinderates über den aktuellen Stand der Dinge.

Stadt Rastatt will Raum für bis zu 150 Arbeitsplätze schaffen

Wie die BNN berichteten, hatte die Stadt Rastatt im Jahr 2019 das Postgebäude für rund vier Millionen Euro gekauft, um es für eigene Zwecke zu nutzen und zunächst den Fachbereich Gebäudemanagement dort unterzubringen. An Landesförderung gab es rund zwei Millionen Euro.

Die Instandsetzungs- und Umbauarbeiten im ersten und zweiten Obergeschoss kosteten 740.000 Euro. Auch hier wurde etwa die Hälfte des Betrags nach Auskunft von Markus Jülg durch das Land gefördert. Nach dem Um- und Ausbau bezogen die Mitarbeiter des genannten Fachbereichs im Herbst vorigen Jahres ihre neuen Räumlichkeiten.

Das Gebäude ist außen und innen in gutem Zustand.
Markus Jülg, Gebäudemanager

„Das dreigeschossige Gebäude mit Dachgeschoss steht unter Denkmalschutz. Es ist außen und innen in einem guten Zustand“, berichtete Jülg von einer nachhaltig nutzbaren Gebäudesubstanz. Pütsch ergänzte: „Irgendwann steht das Haus unserer Verwaltung für eine Komplett-Nutzung zur Verfügung.“

Ziehen auch die Touristinfo und der Ratssaal in Rastatt um?

Bei ihren Raumplanungen werde die Stadt von einem externen Büro unterstützt. Es gehe um die Frage, welche Nutzungen zusammengeführt werden müssen, sagte der OB. Noch zu klären sei die Frage, ob die städtische Touristinfo von der Schlossterrasse an der Herrenstraße ins ehemalige Postgebäude umgesiedelt wird. Ebenfalls noch offen ist, ob der Ratssaal vom Historischen Rathaus dorthin umzieht.

Bis März/April kommenden Jahres erwartet Pütsch „erste Ergebnisse“. Bis dahin werde dann auch die Postbank das Gebäude verlassen haben. Der Mietvertrag war Mitte dieses Jahres ausgelaufen, wurde allerdings auf Wunsch des Unternehmens bis Ende 2021 verlängert.

Abschluss der Umbauarbeiten eventuell 2025/2026

Die Postbank zieht auf die andere Seite der Bahnhofstraße und ist künftig in der benachbarten Schlossgalerie zu finden. Dann ist die untere Ebene des Postgebäudes komplett frei für die Bürgerservice-Bereiche. Der OB geht davon aus, dass die noch anstehenden Umbauarbeiten in zwei, drei Jahren ausgeführt werden können. Seine Idealvorstellung wäre ein Abschluss bis 2025/2026.

Beim Rundgang stellte Markus Jülg die bereits abgeschlossenen und noch anstehenden Maßnahmen vor. Im Außenbereich hinter dem Gebäude war zu erfahren, dass die bestehenden Garagen von städtischen Dienstfahrzeugen genutzt werden können. Überhaupt gebe es in diesem Bereich noch jede Menge Erweiterungsfläche.

Im ersten Obergeschoss besichtigten die Stadträtinnen und -räte einen riesigen, „flexibel nutzbaren Raum“, der noch ausgebaut werden muss. Ebenso steht ein Dach-Ausbau an. Und auch das Dachgeschoss bietet aufgrund der Bausubstanz großes Potenzial, wie Markus Jülg sagte.

Energetische Sanierung mit Fördergeldern im Blick

Abgesehen davon steht die „Gestaltung der Außenhaut“ des Gebäudes auf der Agenda. Geplant ist laut OB Pütsch eine „energetische Sanierung mit Fördergeldern“. Allerdings werde diese aus Denkmalschutzgründen wohl von innen her erfolgen müssen.

Die sind aktuell noch nicht seriös zu beziffern.
Markus Jülg, Gebäudemanager

Unklar sei auch, ob das Denkmalamt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erlaubt. Gefragt nach den Kosten, meinte Jülg: „Die sind aktuell noch nicht seriös zu beziffern. Wenn wir die bisherigen Ausgaben mal vier nehmen, wird das wohl nicht reichen.“

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