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Kultur im Blick

Vorfreude auf acht Open-Air-Filmerlebnisse: 27. Rastatter Kinosommer startet am 30. Juli

Die Rastatter Kultur können in Zeiten von Corona viel weniger Besucher erleben. Deshalb steht für die Stadt im Fokus, Erlebnisse zu schaffen und nicht Geld zu verdienen. Alleine beim Open-Air-Kino muss die Stadt jeden Abend auf 290 verkaufte Karten verzichten.

Ab 30. Juli bis 9. August findet im Hof des Kulturforums der 27. Rastatter Kinosommer statt. Foto: Ralf Joachim Kraft

Der Rastatter Eigenbetrieb „Kultur und Veranstaltungen“ möchte die Anzahl der Eigenveranstaltungen in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Das war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Kultur der Stadt Rastatt in der Rastatter Reithalle zu erfahren. Hierbei sollen vor allem auch für regionale Künstler Auftrittsmöglichkeiten geschaffen werden.

Bürgermeister informiert über Kulturveranstaltungen in Zeiten von Corona

Bürgermeister Arne Pfirrmann informierte als zuständiger Dezernent den Ausschuss über die „Kulturveranstaltungen in Zeiten von Corona“. Zunächst wurden seit dem Lockdown alle Veranstaltungen bis 15. Juni abgesagt.

Mit den ersten Lockerungen in der Corona-Krise lud der Eigenbetrieb ab 1. Juni wieder zu Veranstaltungen ein. Laut Pfirrmann hat die Badner Halle unter Berücksichtigung der geltenden Abstandsregeln noch eine Rest-Kapazität von rund 170 Besuchern.

In der Badner Halle kann in stark ausgedünnten Besucherreihen und mit großem Abstand zur Bühne kaum eine ansprechende Konzertatmosphäre entstehen.
Arne Pfirrmann, Bürgermeister der Stadt Rastatt

Gleichzeitig sei ein immenser Personalaufwand nötig, um alle möglichen Engstellen wie etwa Treppen, Toiletten und Laufwege adäquat zu betreuen. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass in den stark ausgedünnten Besucherreihen „und mit großem Abstand zur Bühne“ kaum eine ansprechende Konzertatmosphäre entstehen könne.

Der Fokus lag daher seiner Aussage zufolge auf dem Theatersaal der Reithalle als Veranstaltungsort. Freilich sei auch dort weit mehr Personal nötig sei als zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. Zusätzlich zum üblichen Personal für Einlass, Gastronomie und Technik sind weitere Mitarbeiter zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen eingesetzt. „Aber durch die offene Bauweise gibt es weniger Engstellen“. Aufgrund der Bestuhlung mit Tischen und wegen des direkten Übergangs von der Bühne zum Zuschauerraum sei es möglich, den Raum auch mit der reduzierten Kapazität von 66 Plätzen ansprechend zu gestalten.

Zwar lasse sich aufgrund des erhöhten Personaleinsatzes derzeit kein Konzert mit einer so geringen Besucherzahl gewinnbringend veranstalten. Gleichwohl sei es in diesen Tagen enorm wichtig, Orte zu schaffen, an denen Kultur gemeinschaftlich erlebt werden könne und die Künstler die Möglichkeit hätten, ihre Kunst auf der Bühne vor Publikum zu präsentieren.

Kommenden Samstag gastiert mit dem „Konstantin Kölmel Trio“ eine Formation aus der Region

Bei der Gestaltung des Programms lag der Fokus laut Pfirrmann auf Künstlern aus der Region – vorerst beschränkt auf eine Triobesetzung. „Mittlerweile wird das Angebot gut angenommen.“ Am kommenden Samstag, 18. Juli, um 20 Uhr ist im Theatersaal der Reithalle mit dem „Konstantin Kölmel Trio“ ebenfalls eine Formation aus der Region zu Gast.

Von modernem und Fusion-Jazz bis zu eigenen Kompositionen: Kommenden Samstag ist in der Reithalle das Konstantin Kölmel Trio zu Gast. Das Bild zeigt die junge Formation aus der Region bei der Verleihung des Landesnaturschutzpreises 2019 im März vorigen Jahres im Neuen Schloss in Stuttgart. Foto: Thomas Niedermüller

Konstantin Kölmel ist ein junger Jazzmusiker aus Baden-Baden. Dem Jazz-Schlagzeuger stehen die ebenfalls jungen Bandkollegen Justin Zitt (Piano) und Jakob Bänsch (Trompete) zu Seite. Die Musiker sind Jungstudenten im Fach „Jazz“ an der Musikhochschule Stuttgart und ehemalige Mitglieder des Förderprogramms „Jazz-Juniors“ des Landes Baden-Württemberg. Die junge Jazzformation, die eigenen Angaben zufolge über Konzert- und Wettbewerbserfahrung verfügt, spielt moderne Jazztitel von Till Brönner und Thomas Siffling über Miles Davis bis hin zu Fusion-Jazz von Snarky Puppy, Herbie Hancock und Roy Hargrove. Im Vordergrund stehen jedoch eigene Kompositionen.

Kennengelernt hat sich die Band über Workshops des Förderprogramms „Jazz-Juniors“ des Landes Baden-Württemberg. Konzerterfahrung konnte das Trio bei Auftritten im Kurhaus Baden-Baden, beim Kulturwinter der Stadt Rastatt, beim Jazzfestival in Sinzheim und bei der Verleihung des Landesnaturschutzpreises im neuen Schloss in Stuttgart sammeln.

Acht ausgewählte Filme beim Rastatter Kinosommer unter Corona-Bedingungen

Die städtische Veranstaltungsreihe soll nach Auskunft von Bürgermeister Arne Pfirrmann im Herbst fortgesetzt werden. Ab 30. Juli bis 9. August findet im Hof des Kulturforums der 27. Rastatter Kinosommer statt. Dabei werden in Kooperation mit dem Forum Rastatt acht ausgewählte Filme gezeigt, wie in der Ausschuss-Sitzung zu erfahren war. Die Besucherkapazität reduziert sich wegen der Abstandsregelungen allerdings von 460 auf 170 Personen.

Nummerierte Tische für maximal vier Personen

Bewerbung und Vorverkauf starten in diesen Tagen. Der Vorverkauf startet am 15. Juli. Die Tickets sind ausschließlich online und beim Ticketservice in der BadnerHalle erhältlich.Restkarten gibt es an der Abendkasse. Angesichts der verringerten Kapazität empfiehlt sich der Ticketerwerb im Vorverkauf.

Neu ist, dass die Tische nummeriert sind und nur als komplette Einheit mit vier Plätzen verkauft werden. Auf den Holzbänken der Tribüne können Einzelplätze gekauft werden, die dann vor Ort vom Einlasspersonal zugewiesen werden.

Jeder Tisch darf mit maximal vier Personen besetzt werden. Die Filme werden bei beinahe jeder Witterung gezeigt. Für nähere Auskünfte ist am Veranstaltungstag ab 18 Uhr das Info-Telefon unter (0 72 22) 3 82 90 geschaltet.

Diese Filme werden gezeigt

Und welche Filme laufen diesen Sommer auf der Open-Air-Leinwand?

  • Der Kinosommer startet am 30. Juli mit der Filmbiografie „Judy“, in der sich Renée Zellweger für ihre überzeugende Darstellung der Judy Garland den diesjährigen Oscar für die beste Hauptdarstellerin sicherte.
  • Am 31. Juli sind Lady Gaga und Bradley Cooper im Musikdrama „A Star is Born“ zu sehen.
  • „Das Perfekte Geheimnis“ bringt am 1. August das Leben einer Clique gehörig durcheinander.
  • Spannend geht es weiter am 2. August mit einer Hommage an Agatha Christie mit dem Kriminalfilm „Knives Out – Mord ist Familiensache“.
  • Am zweiten Wochenende macht das südkoreanische und Oscar-prämierte Drama „Parasite“ am 6. August den Anfang.
  • Am 7. August nimmt Dennis Kailing im Dokumentarfilm „Besser Welt als nie“ den Zuschauer mit auf seine Suche nach dem Glück, dem er auf seiner Weltumrundung auf dem Fahrrad ein Stückchen nähergekommen ist.
  • Die schräge Komödie „Die Känguru Chroniken“ bietet am 8. August Einblicke in die wohl ungewöhnlichste WG Berlins.
  • Der Abschlussfilm am 9. August „The Peanut Butter Falcon“ ist der Wunschfilm der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e. V., die mit diesem besonderen Filmleckerbissen ihre traditionelle Kooperation mit dem Kinosommer fortsetzt.
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