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Frust und Wut im Höhengebiet

Skiliftbetreiber fordert Sonderregelung, um im Corona-Lockdown öffnen zu dürfen

Der Corona-Lockdown zwingt Skiliftbetreiber, den Betrieb zu schließen. Dabei gibt es gerade beste Schneeverhältnisse. Zeitgleich fluten seit Wochen Menschen das Gelände bei den Skiliften.

Der Geschäftsführer der Mehliskopf GmbH, Andreas Kern, vor dem Skihang. Der kann seit 9. Januar privat gemietet werden; der Öffentlichkeit steht er nicht zur Verfügung. Foto: Katrin König-Derki

Andreas Kern, Geschäftsführer des Freizeit- und Sportzentrums Mehliskopf, ist nervös. Während des Gesprächs in seinem Büro klingelt mehrfach das Telefon, zwischendurch reißt er das Fenster zum Skihang auf und ruft: „Hey, runter da!“ Er wiederholt das Kommando, bis die Menschen das mit Absperrbändern und Schildern versehene Gelände verlassen.

Kerns Nervosität erklärt sich schnell: Der Lockdown respektive die Politik zwang ihn, ebenso wie seine Kollegen, den Betrieb zu schließen. Der Lift stand daraufhin still – bei besten Schneeverhältnissen. Parallel dazu fluten seit Wochen Menschen das Grundstück, da sie wenigstens rodeln möchten.

Ein Paradoxon: Der Skibetrieb, der kontrolliert ablaufen könnte und Abstände und Helme impliziert, ist verboten, das Schlittenfahren in der Gruppe kann man aber nicht wirklich verhindern. Dank des Einsatzes des Mehliskopf-Personals wurde den Touristen indes inzwischen eine gewisse Disziplin auferlegt.

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