Ihre Brautkleider noch einmal ausführen und dabei einen Weltrekord knacken, das ist bei "1001. Bräute" das Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Pforzheim. | Foto: PK

Weltrekord in Pforzheim

600 Bräute werfen sich bereits in Schale

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Zunächst waren sie noch ein wenig zögerlich, die Bräute, mit denen Pforzheims Trauringhersteller zum Jubiläum einen Weltrekord in die Goldstadt bringen wollen (der Pforzheimer Kurier berichtete). „1 001 Braut“ heißt das Großevent Freitag im Volksbankhaus, zu dem sich nun doch schon über die Hälfte der benötigten Teilnehmerinnen angekündigt haben. Mindestens 909 Damen in Weiß braucht es, damit die Chinesen ihren Titel abgeben müssen. Über 600 Bräute sind es mittlerweile und durch Bräute, die spontan dazukommen, ist durchaus noch Luft nach oben, teilt Ben Epple von Glamourös Media Event mit. „Wir rechnen damit, dass einige sich spontan aufmachen.“ Unter den angemeldeten Gästen, die sich trauen, sind bereits einige ganz besondere Teilnehmer, betont der Veranstalter.

Älteste Teilnehmerin ist 87 Jahre alt

Um Bräute im Alter von 18 bis 88 Jahren hatte Epple mit der Stadt und den Trauringfirmen Binder, EGF, Deutsche Schmuck und Uhren, Gerstner, Fischer und Rauschmayer geworben. Die älteste Teilnehmerin ist immerhin 87 Jahre alt. „Die Dame wurde von ihrer Enkelin angemeldet, sie wollte so gerne mitmachen.“ Weil die Hochzeit schon so viele Jahre zurückliegt, kommt die Teilnehmerin jedoch nicht in ihrem original Brautkleid, sondern im weißen Hosenanzug. „Das zählt natürlich auch. Und als Zusatz bekommt sie einen Schleier. Dann sieht das nach moderner Braut aus“, sagt Epple, dem auch das Brautmodengeschäft im Volksbankhaus gehört. Wichtig sei ihm, dass die Veranstaltung für alle offen ist, darum dürfte natürlich auch die Transgender-Gruppe mitmachen, die ihn vor kurzem angefragt hat. „Alt, jung, verheiratet oder nicht, Frau im Körper eines Mannes, Mann im Körper einer Frau, das ist uns doch egal. Hauptsache er oder sie kommt im weißen Brautkleid.“

Die Partner dürfen doch mit

Grund zum Zögern sei für manche ehemalige oder künftige Braut gewesen, dass sie den Angetrauten ursprünglich nicht mitnehmen durfte. „Da haben uns doch einige Anfragen erreicht. Also haben wir beschlossen, die Veranstaltung ein bisschen zu öffnen“, erklärt Epple. Gatten und Partner dürfen daher nun mitkommen – müssen jedoch in einem anderen Bereich warten, bis die offizielle Zählung vorbei ist. „Und können dann aus dem Männerbereich abgeholt werden“, scherzt Epple.
Neben den Rekordjägern selbst erwartet Epple einen großen Medienrummel. „Das Fernsehen hat sich angekündigt, von unserer Party wird deutschlandweit berichtet“, freut sich der Veranstalter, der noch immer an einen erfolgreichen Ausgang der „1 001 Bräute“ glaubt. Sein persönliches Ziel hat er immerhin schon geknackt. „Das 500 Bräute drin sind, habe ich von Anfang an gesagt.“

Weitere Infos und Anmeldung: www.1001-braut.de