Start zur Rallye Monte Carlo Historique: Frank Westenburger, Barbara Bruns, Matthias Jüngling, Michael Bruns, Gerhard Spiesberger und Michael Müller (von links). | Foto: Klaus Müller

Ettlinger Team erstmals dabei

Abenteuer Rallye Monte Carlo Historique

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von Klaus Müller

Vor dem kleinen Konvoi, der jetzt von Ettlingen Richtung Monte Carlo losfuhr, liegt ein großes Abenteuer. Drei Autos, darunter zwei, die unverkennbar andeuten, wohin die Reise geht, und insgesamt drei Teams, zwei Fahrer-Beifahrer-Teams und ein Service-Team, haben sich auf den Weg nach Monte Carlo aufgemacht. Es geht zur Rallye Monte Carlo Historique – nichts anderes als eine Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge, die heute Abend beginnt. „Nein, nicht einfach historische Fahrzeuge, sondern Autotypen, die zwischen 1962 und 1980 bei der Rallye mitfuhren“, ergänzt Michael Müller, der gemeinsam mit seinem Beifahrer Gerhard Spiesberger auf einem Saab 99 ems (Baujahr 1977) an der Monte teilnimmt. „Zum ersten Mal überhaupt“, erzählt der Ettlinger. Für ihn, genauso wie für seinen Beifahrer, ginge damit ein Lebenstraum in Erfüllung.
Mit von der Partie sind noch das Fahrer-Beifahrer-Gespann Michael Bruns und Frank Westenburger auf einem Ford Falcon Sprint (1964). Der Ford wurde damals übrigens extra für die Rallye Monte Carlo entwickelt.

Mit historischen Autos nach Monte Carlo

Komplettiert wird die Gruppe von einem Service Fahrzeug, gesteuert von Barbara Bruns und Matthias Jüngling. Über Monate bereiteten sich Müller und seine Mitstreiter auf den Abenteuertrip vor. „Die Autos mussten präpariert und auf die Monte mit ihren Wertungsprüfungen vorbereitet werden“, so Müller weiter, der nach eigenem Bekunden mit seinem Beifahrer Gerhard Spiesberger einen richtig „guten Schrauber“ zur Seite hat.

Ich habe für Monte Carlo einen richtig „guten Schrauber“

Vor allem anderen mussten die Teams aber erst einmal zur Rallye zugelassen werden. Die Zahl der Bewerber stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Am Ende dürfen laut Müller 300 mitfahren. Nein, nicht die Fahrer zählen, sondern die Autos – sie müssen dem Reglement entsprechen. Organisation und Planung lassen sich die die Veranstalter übrigens einiges kosten. Bevor überhaupt ein Kilometer gefahren wird, werden Startgebühren in Höhe von 5 000 Euro fällig.

Für die Ralle Monte Carlo Historique 5000 Euro Startgebühr

Für Müller und Co zählt das Abenteuer, anzukommen, zählt das, was auf sie in den nächsten Tagen zukommen wird. Und darunter sind so klangvolle (Strecken-)Namen wie mit dem „Col de Turni“ der wohl weltweit bekannteste. Obendrein gibt’s ja noch die „Nacht der langen Messer“ (eine Nachtfahrt).
Gefahren wird übrigens in Gleichmäßigkeitsprüfungen. Dabei muss eine, auf eine Strecke bezogen, vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst exakt eingehalten werden.
Und das Wetter? Das wird mit Schnee und Eis eine große Rolle bei dem Abenteuer Rallye Monte Carlo Historique spielen.