Jubel in Schwarz-Rot: Der Karlsruher FV spielt künftig in der B-Klasse. | Foto: GES

KFV feiert ersehnten Aufstieg

Abschied aus der C-Klasse

Der Karlsruher FV hat es geschafft: Der große Traditionsclub, der vor mehr als zehn Jahren vor dem endgültigen Aus stand, ist zumindest der C-Klasse und damit der untersten Spielklasse im Fußballkreis Karlsruhe entkommen. Mit einem 2:1-Erfolg am Dienstagabend im entscheidenden Relegationsspiel gegen den VfB Grötzingen II schaffte der Deutsche Meister von 1910 den Aufstieg in die B-Klasse. Die Saison hatte der KFV als Zweiter beendet.

Erfolg in der Relegation

Für die Schwarz-Roten ist dies ein wichtiger Schritt. Im Jahr 2007 hatte der Verein in der C-Klasse den Spielbetrieb wieder aufgenommen – hatte es dort aber nie geschafft, in den oberen Tabellenregionen mitzumischen. Mit Coach Dirk Hauri gelang dieses Saison nun endlich der Aufstieg. Das erste Relegations-Duell hatte der KFV gegen den FC Jöhlingen II klar mit 7:1 gewonnen.

2004 tot – aber nicht ganz

Dass der KFV, der 1891 auf Initiative des Fußballpioniers Walther Bensemann gegründet wurde, überhaupt noch existiert, grenzt fast an ein Wunder. 2004 war der Club zahlungsunfähig – es war die bittere Quittung für jahrelange Misswirtschaft. 2006 verlor der KFV zudem sein Gelände an der Telegrafenkaserne. Der Verein war tot – und doch nicht tot: Aus dem Vereinsregister wurde der KFV nach der Insolvenz nicht gelöscht, so  dass 2007 der Neuanfang möglich war. Der Aufstieg in die B-Klasse soll nur der erste Schritt heraus aus der Bedeutungslosigkeit sein.