An einem zweistelligen Wahlergebnis hegt Jörg Meuthen keine Zweifel. Der AfD-Fraktionsvorsitzende und Bundessprecher stellte sich Fragen der BNN-Politikredaktion. | Foto: Weiss

Meuthen bei den BNN

AfD-Chef weist Rassismus-Vorwürfe von sich

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Meuthen war noch nie in Flüchtlingsheim

Der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion und AfD-Bundessprecher, Jörg Meuthen, hat bei den BNN Vorwürfe von sich gewiesen, die AfD schüre Ängste. Dass das Thema Flucht und Migration den Bundestagswahlkampf bestimme, gehe von der Bevölkerung aus. Meuthen räumte ein, selbst noch nie in einem Flüchtlingsheim gewesen zu sein. Bei Berichten über den Zustand in Unterkünften für Asylbewerber verlasse er sich auf die Erzählungen seiner Parteikollegen und Abgeordneten. Als Begründung sagte er, in den vergangenen Jahren sei dafür keine Zeit gewesen. Im Herbst, nach der Bundestagswahl und der Landtagswahl in Niedersachsen, will Meuthen jedoch erstmalig ein Flüchtlingsheim besuchen, erklärte er. Einen Widerspruch dazu, dass das Thema Flucht und Migration den Bundestagswahlkampf der AfD maßgeblich bestimmt, will der 56-Jährige darin indes nicht erkennen: „Ich komme nicht aus der Geschichte der jetzigen Themen, ich komme aus der Eurokrise heraus.“

AfD-Chef bergrüßt Rolle in der Opposition

Darüber hinaus rechnet Meuthen damit, dass seine Partei mit einem zweistelligen Ergebnis aus der Wahl am 24. September hervorgeht. Dass sich die AfD dennoch mit einer Rolle in der Opposition begnügen müsste, begrüßt er: „In der Opposition ist es immer leichter, weil man nicht liefern muss.“